Eigentlich heißen solche Organisationen ja Nicht-Regierungsorganisationen, englisch NGOs. Ob sie tatsächlich immer regierungsfern sind, steht auf einem anderen Blatt. Spätestens, wenn Regierungen anfangen solche Organisationen mit Geld zu unterstützen wird es eigentlich heikel. Weil sich die Grünen in den Verhandlungen offenbar nicht so durchsetzen konnten wie erhofft, ruft die Co-Chefin der Grünen jetzt nach dem großen Bruder.

Das Handelsblatt beschreibt den Vorgang und der hat es in der Tat in sich. Die NGOs liefern nämlich prompt wie bestellt.

Der Vorgang ist in dieser Art und Weise einmalig. Wir hören nämlich ansonsten von den Grünen, dass sie Lobbyarbeit gern beschränken und vor allen Dingen transparent machen möchten.

Wäre hier nicht die Presse und ein vermutlich genervter Koalitionspartner zur Stelle gewesen, dann wäre diese Episode wohl unter dem Teppich geblieben.

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Es gibt Dinge, die können eigentlich nicht passieren. Oder etwa doch?

Trotz üppiger Subventionen hat es ein Betreiber einer Biogas-Anlage in Sachsen geschafft in die Insolvenz zu geraten.

Schlecht ist das für die Anwohner in Vanselow, denn die Anlage sollte ihnen Strom und Wärme liefern.

Momentan liefert eine Notversorgung über Öl den Strom, alle drei Tage müssen 2.000 Liter Öl nachgefüllt werden. Die ganze Geschichte gibt es bei agrarheute.de

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China versucht das Kunststück bei steigendem Strombedarf bis 2060 CO2-neutral zu werden. Die Tagesschau berichtete. Dazu passt eine Nachricht bei Bloomberg über die Ambitionen von China in Sachen Kernenergie. Das Land plant 150 neue Reaktoren in den nächsten 15 Jahren.

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Es ist wieder Zeit für eine Runde im Dreisatzrechnen. Eine Meldung des Umweltbundesamts UBA zur Reduktion von CO2 und dem Ausbau der Windenergie machte uns nämlich stutzig. Besonders Seite 24ff:

„Die Ausbaupfade für Windenergie an Land sollten auf 7 GW/a brutto erhöht werden, so dass etwa 105 GW in 2030 installiert sind. Die zentrale Herausforderung ist die ausreichende Zurverfügungstellung nutzbarer Flächen. Auf den Flächen der ausgewiesenen und in Aufstellung befindlichen Regional- und Bebauungsplänen sind bundesweit bei einer idealen Auslastung theoretisch bis 2030 rund 82 GW installierbar. Aufgrund der langen Aufstellungsverfahren zur Flächenausweisung ist es unbedingt erforderlich, zeitnah eine ambitioniertere Ausweisung anzugehen und die Verfahren zum Ausbau der Windenergieanlagen an Land zu beschleunigen. „

Wir nehmen also einen Beispieltag. In diesem Fall den 04.11.2021 um 12:00.

(Abbildung: Screenshot Electricitymap.org)

Wind lieferte zum Zeitpunkt der Betrachtung 1,14 GW bei 63,2 GW installierter Leistung. Gehen wir davon aus, dass es wie geplant 82 GW installierte Leistung gibt, dann würde das in etwa 1,47 GW Leistung bedeuten und bei 105 GW, so wie es sich das BUA wünscht, ca. 1,89 GW Leistung. Selbst wenn wir großzügig gesteigerte Effizienz einberechnen würden, ist jede Zahl weit weg von der 61,1 GW Leistung die nötig gewesen wäre, um Deutschland sicher mit Strom zu versorgen.

Aber wir haben doch Sonne!? Ja, und die hat zu dem Zeitpunkt 4,06 GW Leistung beigesteuert, es ist halt November. Selbst bei einer Verdoppelung der Kapazitäten käme immer noch nicht genügend Leistung zusammen und das betrifft ja auch nur den Tag. In der Nacht müsste Windkraft also noch mehr leisten. Ob irgendjemand im Umweltbundesamt einen Taschenrechner besitzt? So schwer sind die Rechnungen eigentlich nicht, oder?

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Laut The Telegraph will China zum 2-Grad-Ziel zurück:

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Alex Reichmuth am 28.10.2021 im Nebelspalter:

Klimaschutz: Das sind die wichtigsten Wissenschaftsaktivisten

Sie drängen pausenlos an die Öffentlichkeit, mischen sich hemmungslos in die Politik ein und haben jegliche akademische Zurückhaltung abgelegt: die Aktivisten unter den Klimaforschern. Der «Nebelspalter» porträtiert die bedeutendsten Missionare der Weltrettung.

Mischen sich hemmungslos in politische Dinge ein: Die Wissenschaftsaktivisten unter den Klimaforschern.

Weiterlesen im Nebelspalter

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Leserpost von Dipl. Ing. Martin Krohn:

Betreff: Verkehrswende

Einige Anmerkungen zum Thema „Verkehrswende“ mit den Anforderungen an die Feuerwehren aus de, Blog vom 4. 11. 2021: Es war schon des Öfteren zu hören oder zu lesen, dass E-Autos in Flammen aufgegangen sind. Ich denke dabei, dass der Anteil eigentlich ziemlich hoch ist, weil es deutlich weniger E-Autos als Verbrennerfahrzeuge auf den Straßen gibt. Leider sind bei solchen Vorfällen auch schon Menschen in den brennenden E-Autos ums Leben gekommen. Ich habe auch gelesen, dass eine Reihe von Parkhäusern den Einlass für E-Autos verbieten, weil im Brandfall erhebliche Schäden an der Bausubstanz entstehen. Für die Feuerwehren ist mit brennenden E-Autos ein hoher Aufwand beim Löschen verbunden. Solche Fahrzeuge in einen Container zu versenken ist in einem Parkhaus auch nicht möglich.

Mir scheint wieder einmal, dass mit Gewalt eine neue Technologie eingesetzt werden soll, ohne dass die Technik ausgereift ist und sich dadurch erhebliche Gefahren ergeben. Vielleicht sollte nicht so kopflos einer Idee hinterherlaufen, sondern erst einmal eine entsprechende Entwicklung durchlaufen. Bei den E-Autos stören mich auch die kurzen Reichweiten und die langen Ladezeiten. Völlig abgesehen davon, dass es fraglich ist, ob bei der gesamten Energiewende überhaupt genut Strom zur Verfügung steht, um eine erheblich größere E-Fahrzeugflotte (wie von die Politik gewünscht) zu versorgen. Darüber hinaus frage ich mich, wenn die Politik die Verbrenner verbieten will, wie dann Feuerwehr, Krankenfahrzeuge und Polizei jederzeit zur Verfügung stehen. Oder wird bei der Meldung eines Großbrandes gesagt, dass die Feuerwehr in etwa einer Stunde ausrücken wird, sobald die Einsatzfahrzeuge aufgeladen sind. Wann wird diese übereilte und undurchdachte Umstrukturierung die ersten Menschenleben kosten?

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Pressemitteilung der University of East Anglia vom 7.10.2021:

Study reveals impact of wild meat consumption on greenhouse gas emissions

Consuming sustainably sourced wild meat instead of domesticated livestock reduces greenhouse gas emissions and retains precious tropical forest systems, which in turn mitigates the effects of climate change.

That’s according to new research from the University of East Anglia (UEA) and Brazil’s Universidade Federal do Mato Grosso do Sul, published today in the journal Scientific Reports.

The research team also estimated the carbon credit value of emissions from tropical forest communities who consume wild meat instead of domesticated livestock.

André Nunes from the Universidade Federal do Mato Grosso do Sul and Carlos Peres, Professor of Conservation Science at UEA, working with Brazilian and Danish colleagues, looked at people living in both Afrotropical and Neotropical countries, including Nigeria, Ghana and Tanzania, Brazil, Peru and Bolivia.

The team estimated potential revenues from the sale of associated carbon credits and how this could generate financial incentives for forest conservation and sustainable wildlife management through PES and REDD+ projects.

Payments for ecosystem services (PES) are a range of schemes through which the beneficiaries, or users, of ecosystem services provide payment to the stewards, or providers, of those services. Reduced Emissions from Deforestation and forest Degradation (REDD+) is a multilateral carbon credit trading mechanism enabling polluters in usually high-income countries to pay low-income countries for reducing deforestation and forest degradation.

Based on 150,000 residents in the Amazonian and African forests, the researchers found that an annual per capita consumption of 41.7kg of wild meat would spare 71 metric tons of carbon dioxide equivalent (MtCO2-eq) under a bovine beef substitution scenario, and 3 MtCO2-eq if replaced by poultry.

For these tropical forest dwellers alone, this could generate US $3M or US $185K per year in carbon credit revenues under full compliance with the Paris Agreement. Under a more conservative, lower-carbon price, the wild meat substitution could generate US $1M or US $77K per year in carbon credits.

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