Die Studie des DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung) schlägt immer noch hohe Wellen. Pünktlich zur heißen Phase des Bundesstagswahlkampf präsentierte Claudia Kemfert die Ergebnisse einer Studie, die die Parteiprogramme der Parteien angesehen hat. In erster Linie, um sie nach eigenen subjektiven Kriterien zu begutachten. Das Vorgehen ist ganz einfach, je mehr von den Ideen des DIW übernommen wurden, desto mehr Punkte bekamen die Parteien. Auftraggeber war ein Grüner Politiker und daher ist das Ergebnis genauso überraschend wie der Einbruch der Dämmerung am Ende eines Tages. Keepitliberal hat sich die Studie angesehen und einige Fragen dazu.

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Neues von der Hungerstreikfront in Berlin. Den Hungernden geht es offenbar auch darum, lästige demokratische Prozesse abzukürzen und Bürgerrate einzurichten. Welche Befugnisse diese Räte haben sollen, geht aus den Forderungen nicht hervor. Besprechen kann man viel.

(Abbildung: Screenshot Twitter)

Die Aktivisten haben mittlerweile die Zufuhr von Vitaminsäften eingestellt, weil die Politik sie weiter ignoriert. Sie gehen allem Anschein nach selber davon aus, dass ihre Aktion den Druck auf die Politik erhöht. Mittlerweile gibt es Nachahmer, die zum Beispiel die Abschaffung des Öffentlich-Rechtlichen-Rundfunks fordern und so lange streiken wollen, bis man mit ihnen spricht. Der Grüne Politiker Cem Özdemir, selbst nicht ganz unerfahren in Sachen Hungerstreik, ließ die Streikenden abblitzen als er am Camp vorbeiging.

Es dürfte klar sein, dass die Gesellschaft die Kosten dieser Aktion tragen wird, wenn die Teilnehmer wie zu erwarten in ärztliche Behandlung müssen nach einer bestimmten Zeit. In der Radikalität steht diese Sache allerdings kaum den Vorkommnissen der Bundesrepublik aus den 1970er und 1980er Jahren nach. Dort wurden zwar unschuldige Dritte mit einbezogen, was hier nicht der Fall ist, aber die Politik wird genauso vor ein Entweder-Oder gestellt. Wenn es Schule machen sollte, kann damit jede gewünschte politische Entscheidung erhungert werden.

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Fritz Vahrenholt war bei Servus TV:

Der Talk am 05.09. – Elektromobilität

Das Video können Sie hier anschauen.

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Im ersten Halbjahr 2021 war die Kohle der wichtigste Energieträger bei der Stromerzeugung in Deutschland. Windkraft ging um 21% zurück, der Rückgang der grünen Stromerzeugung ging um 12% zurück.

(Abbildung: Statistisches Bundesamt)

Weiterlesen bei Stromauskunft.de und bei Destatis.de.

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Die Deutsche Umwelthilfe klagt nun laut Tagesschau auch gegen Bundesländer.

“Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat gemeinsam mit Kindern und jungen Erwachsenen neue Klimaklagen gegen fünf weitere Landesregierungen eingereicht. Wie die DUH mitteilte, richten sich die neuen Verfassungsbeschwerden vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe gegen die Landesregierungen von Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und des Saarlandes.

Hannes Damm aus Mecklenburg-Vorpommern sagte, sein Land habe die „meisten Sonnenstunden der Republik und Wind im Überfluss“. „Also warum tun wir nichts?“, fragte er.”

In Mecklenburg-Vorpommern verrichten etwa 2.000 Windkraftwerke ihren Dienst. Nach dem Bundesverband WindEnergie kommt das Land damit in Deutschland auf einen Spitzenwert, was den Anteil am Bruttostromverbrauch angeht. Die Frage in diesem Zusammenhang: Wie kommt der junge Kläger Hannes Damm auf nichts?

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E-Scooter werden offenbar gern in Gewässer wie den Rhein geworfen. In Köln wurden einige nun herausgefischt, der Großteil scheint aber im Fluss zu verbleiben. Allein an der Hohenzollernbrücke sollen 500 Stück im Wasser liegen. Wie kann sich das für die Vermieter rechnen? Golem berichtete.

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Die Strompreise klettern unaufhaltsam.

“Auch wenn Steuern, Abgaben und Umlagen mittlerweile mehr als 50 Prozent der Gesamtkosten ausmachen, ist an der aktuellen Explosion der Strompreise nicht der Staat schuld. Es sind die Preise im Großhandel, die rasant steigen und von den Versorgern direkt an die Endkunden weitergegeben werden.

Erst zu Wochenbeginn war der Preis für Elektrizität in Deutschland an der Strombörse Leipzig auf ein Rekordhoch gestiegen. Der Kontrakt zur Lieferung am darauffolgenden Tag schnellte auf 132,50 Euro je Megawattstunde empor. Auch die Terminkontrakte mit längeren Laufzeiten setzten ihren Höhenflug fort.”

Weiterlesen bei Tagesschau.de

Ebenfalls in der Tagesschau ist ein Artikel zum Thema Energiewende in der Industrie. Finanzminister verspricht sich durch Klimaschutz-Maßnahmen einen Wettbewerbsvorteil. Ob dieser den Nachteil der höheren Preise ausgleichen kann? Zum Artikel geht es hier lang.

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Deutsche Managerinnen fordern nicht nur Eile beim Klimaschutz sondern auch wirtschaftliche Vernunft und Offenheit.

Neben einem zukunftsorientierten Bildungsprogramm, einem höheren Tempo bei der Digitalisierung und dem Kampf gegen den Klimawandel auf europäischer Ebene durch eine marktwirtschaftliche CO2-Preisfindung plädieren die Autorinnen auch für mehr Ehrlichkeit bei der Energietransformation. Es würden künftig mehr Speicher, bessere Netze und intelligentere Steuerungssysteme benötigt. „Dies geht nicht ohne einen ehrlichen Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern, wie wir gemeinsam Kompromisse eingehen“, heißt es;

Die FAZ berichtete.

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“Die Offshore-Branche steht in Deutschland derzeit massiv unter Druck. In diesem Jahr wird in den deutschen Hoheitsgewässern keine einzige Windturbine neu installiert. Grund dafür ist die Umstellung des Ausschreibungs- und Vergabesystems. Im neuen, sogenannten „zentralen“ System erschließt das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg die geplanten Flächen, die Bundesnetzagentur schreibt dann den Bau und Betrieb neuer Windparks darauf aus. Der stärkere staatliche Einfluss soll sicherstellen, dass Windparks zeitgleich zu den nötigen Landanschlüssen fertiggestellt werden. In der Frühphase dieser neuen Technologie im vergangenen Jahrzehnt war dies mitunter nicht gelungen.”

Die Welt untersucht die Situation der Offshore Windstromerzeugung und dort vor allem subventionsfreie Projekte.

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Im US-Staat Illinois steigen die Chancen, dass zwei Kernenergieanlagen länger in Betrieb bleiben.
Der Gesetzgeber stellte jetzt die Weichen dafür. Reuters berichtete.

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Schon häufiger haben wir hier über NGOs geschrieben und deren mitunter eigentümliche Rolle. In einem sehr lesenswerten Gastbeitrag bei Meedia beschäftigen sich Hasso Mansfeld und Frederik Ferreau mit dem Thema und ganz besonders der Finanzierung. Nicht selten werden diese Organisationen nämlich durch die öffentliche Hand finanziert. Herauskommen dann aber auch Konstrukte wie die Deutsche Umwelt Hilfe DUH, bei der ein Normalsterblicher nicht Mitglied werden kann. Das würde solche geschlossenen Gesellschaften nur stören.

Es ist das Gegenteil von demokratischer Willensbildung. Aber auch andere Organisationen Fridays For Future (FFF) fallen durch mangelnde Demokratie auf. Wie jemand zum Beispiel zum Sprecher einer solchen Organisation werden kann, die nur eine Ansammlung von Menschen ist, die ohne wirkliche Regeln und transparente Vorgänge inkl. Finanzierung arbeitet, wird in der öffentlichen Debatte nicht hinterfragt. Man lädt solche Sprecher lieber zu jeder Talkshow ein. Der Staat, sagen die beiden Autoren, sollte NGOs stärker kontrollieren.

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Golem berichtete über die Fortschritte beim Fusionsreaktor Sparc. Hier klicken zum Lesen.

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Ungewöhnliches Wachstum der SMB (Surface Mass Balance) auf Grönland für Anfang September. Zwar fängt am 01.09. die neue Saison an, in der es dann bis zum nächsten Sommer in erster Linie Zuwachs an Eis und Schnell gibt, aber 10 Gigatonnen Schnee und Eis an einen Tag sind schon sehr viel. Laut Electroverse wurde das seit dem Beginn der Aufzeichnungen des Dänischen Meteorologischen Instituts (DMI) 1981 nicht erreicht zu dieser Zeit. Grund sind die Überbleibsel des ehemaligen Hurricanes Larry, der New York zuvor schon beträchtliche Mengen an Niederschlag gebracht hat.

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Leserpost

AUCH DAS NOCH…
Das die Profiteure der Energiewende in nicht mehr ferner Zukunft die Offenbarung des Scheiterns eingestehen müssen, wird von Tag zu Tag immer offenkundiger. Nun haben sie zur Beschleunigung des Prozesses einen weiteren kräftigen Dämpfer bekommen. Ein Urteil des EUGH besagt, dass die Subventionsmilliarden nicht mehr so einfach mit dem unermesslich großen Füllhorn ausgeschüttet werden dürfen. Auch die Vorrangstellung der bevorzugten Einspeisung von Wind- und PV-Strom könnte mit dem Urteil kippen. Damit würde im Umkehrschluss im Energiesektor ein Stück weit ökonomische Gerechtigkeit zurückkehren. Das komplette Energierecht in Deutschland muss demnach geändert und die Rolle der Bundesnetzagentur neu definiert werden. Die Umsetzung wird ganz schön knifflig für die neue Bundesregierung. Ein Bericht von Holger Douglas.

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Leserzuschrift von Dipl. Ing. Martin Krohn:

Von mir einige Anmerkungen zur 64. Klimaschau. Die Subventionen für E-Autos ist ja wieder einmal eine tolle Aktion. Jetzt werden die deutschen Steuergelder noch ins Auslend „verschenkt“. Grundsätzlich halte ich die Subventionierung von Elektrofahrzeugen ohnehin für Bedenklich. Der Staat fördert damit den Vertoß gegen seine eigenen Gesetze. Es gibt doch das Lieferkettengesetz. Damit sollen bei verkauften Produkten auch Arbeitsbedingungen und Umweltschutz in den Erzeugerländern verfolgt werden. Doch genau das ist bei der Beschaffung der Rohstoffe für die Batterien der Autos nicht der Fall. Aber bei diesen Verstößen wird lieber weggesehen.

Mit der Energiewende wird ein gefährliches Experiment begangen. Obwohl bekannt ist, dass die Energieerzeugung nicht durchgehend sichergestellt ist, wird stur an dem Plan festgehalten. Dabei wird einfach angenommen, irgendwie wird es schon gehen. Dabei ist der Strombedarf existenziell. Wird die Stromdeckung aus dem Ausland immer einwandfrei funktionieren? Ich habe einmal gelesen, dass während eines Blackouts in Frankreich Industrieanlagen heruntergefahren wurden, um benötigten Strom auch nach Deutschland zu liefern. Wie lange wird ein Land wie Frankreich so etwas machen? Der eigenen Wirtschaft Schaden zufügen, nur um nach Deutschland Strom zu liefern, weil die Deutschen keine sichere Stromversorgung zu gewährleisten.

Viele Grüße

Dipl. Ing. Martin Krohn

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