Hörtipp: Die Medienwoche arbeitet auf, was in den Medien in der letzten Woche passiert ist. Christian Meier von der Welt und Stefan Winterbauer von Meedia kommentieren das Geschehene und ordnen es für sich ein. In der aktuellen Ausgabe geht es um die Grünen und die Medien. Ganz besonders geht es um die Kampagne der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, die mit einen Baerbock Motiv als Moses und den 10 Geboten geworben hat. Zweites Thema ist die Rede von Caroline Ehmke beim Parteitag der Grünen, das besprechen die beiden auch, nennen den Vergleich einer Religion (dem Judentum) mit Klimawissenschaftler diplomatisch “unglücklich”.

Ein weiteres Thema ist die Bewerbung von ARD Haupstadtstudioleiterin Tina Hassel als ZDF- Intendantin. Sie wirbt damit, dass sie das ZDF bis 2025 klimaneutral machen möchte. Wie mag das konkret aussehen? Wer jemals die Armada an Übertragungswagen bei großen Ereignissen gesehen hat, der kennt auch die Dieselgeneratoren, die die Technik mit Strom beliefern. Ob Hassel dann für E-Fuels sorgen wird, die die Generatoren antreiben? Mit Hassel an der Spitze dürfte für viele Grüne ein sehr großer Wunsch in Erfüllung gehen. Sie fällt halt immer wieder auf durch begeisterte TV-Berichte über die Grünen und ganz speziell Robert Habeck. Journalistische Distanz findet bei ihr nicht statt.

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Jasper von Altenbockum von der FAZ kommentiert den Pakt, den Annalena Baerbock der deutschen Industrie vorschlägt.

“In anderen Worten: Deutschland droht die Deindustrialisierung mit allen ruinösen Folgen. Nie und nimmer würde deutsche Politik so zum Vorbild einer radikalen Klimaschutzpolitik werden. Auch die Grünen mussten das irgendwann einmal einsehen.”

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In Spiegel Geschichte geht es um Pläne große Eisberge über das Meer in Gegenden zu bringen, die unter Wasserknappheit leiden. Diese Pläne gibt es schon sehr lange, wirklich umgesetzt wurden sie aber nie.

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Wir ziehen den Hut. Der Spiegel hat im Gegensatz zu Lobbyisten wie Simone Peter erkannt, dass Sibirien kontinentales Klima hat. Dort kann es im Sommer sehr heiß werden. Kommt dann eine Phase von Trockenheit dazu, erhöht sich die Waldbrandgefahr. In dem Artikel wird ganz indirekt angedeutet, dass Menschen die Auslöser der Brände sind. Oft werden illegale Baumfällungen durch Brände kaschiert. Weiterlesen hier.

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Laut Spiegel gibt Audi dem Verbrenner-Motor noch 5 Jahre.

“Die bekannten Modelle A3 und A4 sollten demnach keine direkten Nachfolger mehr haben, sondern komplett neu konzipiert und umbenannt werden. Die letzte Premiere eines Verbrennerautos werde 2026 ein Q-Modell sein, also ein Stadtgeländewagen, der bis Anfang der Dreißigerjahre vertrieben werde, schrieb die »SZ«. Danach wolle Audi weltweit ausschließlich Batteriefahrzeuge verkaufen.”

Zum Spiegel-Artikel geht es hier lang.

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Gebäude-Elektromobilitätsinfrastruktur-Gesetz – GEIG, was für ein Wort. Immerhin kein Gesetzesname wie das Gute-Kita-Gesetz. Den aktuellen Stand der politischen Debatte rund um das Thema fasst Melita Tuschinski zusammen. Weiterlesen hier.

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Den Gleitschirmflieger der irren Greenpeace-Aktion erwarten möglicherweise harte Strafen. Der Mann fährt nach Medienangaben übrigens einen Volkswagen, was die Sache noch verrückter macht. Wie reimte Robert Gernhardt so schön: Die größten Kritiker der Elche, sind selber welche. Die NZZ berichtete.

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Reinhold Messner sieht manche junge Umweltschützer kritisch. „Ich mag keine jungen Leute, die sagen, wir Alten hätten die Welt zerstört, ohne dass sie die Kraft hätten, ihren Lebensstil zu ändern“, sagte der Italiener der Zeitung „Corriere della Sera“ vom Donnerstag. Zum Artikel hier klicken.

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Wieder ein getöteter Rotmilan. Man kann es so sehen wie die Grünen: Schwund ist überall – oder sich einfach mal die Dimensionen klar machen. Oder man hofft einfach, dass sich die Bestände außerhalb von ausgebauten Windkraftgebieten irgendwie erholen.

“Da alle Totschläge in der Brut- und Aufzuchtzeit erfolgten, geht mit dem Tod eines Elterntieres auch der Verlust der Brut einher. Der „Normalwert“ für eine durchschnittliche WEA beträgt etwa 1,3 erschlagene Rotmilane alle 10 Jahre (Progressstudie 2016). Bei über 30.000 Windenergieanlagen in Deutschland und etwa ebenso viel brütenden Tieren (ca. 15.000 Brutpaare) in Deutschland ist dieses ein schon völlig inakzeptabler Wert, denn es gibt noch weitere Verlustursachen beim Rotmilan, auch wenn die Verluste an WEA an erster Stelle stehen.”

Die Naturschutz-Initiative berichtet aus Baden-Württemberg.

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“Regionalplanentwurf ignoriert Natur-, Landschafts- und Wasserschutz” so titelt Lokal Plus über Pläne für noch mehr Windkraftanlagen im Sauerland. Weiterlesen hier.

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Pläne der EU, eine Art Import CO2 Steuer zu erheben, verstößt nach Ansicht Russlands gegen internationale Handelsregeln. Reuters berichtet.

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Technische Universität Chemnitz am 2.6.2021:

Wenn die Grenze zwischen Lobbyismus und Korruption überschritten wird

Dr. Malte Roßkopf von der Professur für Öffentliches Recht und Öffentliches Wirtschaftsrecht der TU Chemnitz unterbreitet Vorschläge zur Korruptionsbekämpfung im Bundestag nach dem Vorbild der Wirtschaft

Zahlreiche Bundestagsabgeordnete verdienen sich etwas dazu. Beispielsweise sitzen sie in Aufsichtsräten, leiten Unternehmen, beraten Firmen oder erhalten Honorare für Vorträge. Der jüngste „Maskenskandal“ oder die „Aserbaidschan-Affäre“ unterstreichen jedoch erneut, dass einige Parlamentarier ihr Mandat benutzen, um sich unrechtmäßig zu bereichern. Dr. Malte Roßkopf, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Professur für Öffentliches Recht und Öffentliches Wirtschaftsrecht der Technischen Universität Chemnitz, plädiert deshalb für ein unabhängiges Kontrollgremium im Bundestag.

In den Bundestag sollte eine stärkere „Compliance Kultur“ einziehen

Weiterlesen auf idw

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Gemeinsame Pressemitteilung von Umweltbundesamt und Bundesanstalt für Gewässerkunde vom 26.5.2021:

Geplante Maßnahmen des Nationalen Hochwasserschutzprogramms sind wirksam

Simulationen zeigen: Große Hochwasser an Donau, Elbe und Rhein könnten zukünftig im Ernstfall beträchtlich gesenkt werden.

Ein besserer überregionaler Hochwasserschutz ist möglich. Das zeigen die Ergebnisse eines fünfjährigen Forschungsvorhabens der Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) im Auftrag des Umweltbundesamts (UBA), in dem die Wirksamkeit der geplanten Maßnahmen im Nationalen Hochwasserschutzprogram (NHWSP) an Donau, Elbe und Rhein überprüft wurden. Demnach könnten durch die Maßnahmen die Pegelstände zukünftiger großer Hochwasser über weite Streckenabschnitte zwischen 10 und 50 cm reduziert werden – unter bestimmten Umständen sogar deutlich mehr. Insgesamt zeigen die NHWSP-Maßnahmen in allen drei Flussgebieten eine deutliche überregionale Wirksamkeit. Zu den knapp 70 untersuchten Maßnahmen zählen Deichrückverlegungen, Hochwasserrückhaltebecken und Flutpolder, die den Flüssen Ausbreitungsraum geben können und teilweise beträchtliche Volumina der Hochwasserwelle aufnehmen sowie zurückhalten können.

Weiterlesen beim UBA

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Naturschutz-Initiative am 31.5.2021:

Deutsche Forstgesetzgebung: „Ein ökologischer Totalausfall“

5 Schritte zu einer ökologischen Waldwende

Der Umweltverband Naturschutzinitiative e.V. (NI) hat eine wichtige Schrift mit dem Titel „Forstrecht ökologisch ausrichten – Schluss mit der gesetzlichen Nachhaltigkeitslüge“ herausgegeben. Darin belegt der Autor Wilhelm Bode (Stralsund) die eklatanten Defizite im deutschen Forstrecht, das der konventionellen Forstwirtschaft faktisch einen Freifahrtschein ausstellt.

Wilhelm Bode ist Jurist und Diplom-Forstwirt und war bis 1993 Leiter der saarländischen Forstverwaltung sowie später Leiter der Obersten Naturschutzbehörde des Saarlandes. Bekannt wurde er vor allem durch sein 1994 veröffentlichtes Buch „Waldwende“ (vier Auflagen, erschienen im C.H. Beck Verlag).

Der Autor kritisiert scharf, dass es in Deutschland „keine echten Waldgesetze“ gebe. Es seien in erster Linie „Zugriffsgesetze für die Holzerzeugungslobby“, die sicherstellen sollen, dass die Forstflächen als Holzproduktionsflächen optimal genutzt werden können. Was unter dem Etikett der „Nachhaltigkeit“ dabei herauskomme, zeigten viele Wald-Zerstörungsbeispiele in den Bundesländern. Die Schrift ist reichlich mit Bildern solcher abschreckenden Beispiele ausgestattet. Was uns die Forstwirtschaft als „Wald“ anbiete, sei, so Bode, eine Mogelpackung und unterscheide sich nur graduell „von den Plantagen der Dritten Welt.“

Das große Manko: Der Begriff Nachhaltigkeit bezieht sich in den Gesetzen nur auf die Holzerzeugung. Weder die ökologische, noch die soziale Nachhaltigkeit sei gesetzlich definiert. Die Forstgesetze liefern juristisch nur „ein wohlfeiles Wortgeklingel der Nachhaltigkeit.“ Ihre sogenannten „Gesetzeszielbestimmungen“ seien nicht mehr als „schön klingende Absichtserklärungen.“ Ein justiziables Ordnungsrecht, das die ökologischen Leistungen des Waldes schütze oder fördere und Waldbesitzer in die Pflicht nehme, fehle in Gänze. Bodes Fundamentalkritik lautet demzufolge: „Unsere Forstgesetze sind ordnungsrechtlich ein ökologischer Totalausfall.“

Die Gesetze, so Bode, ließen es beispielsweise zu, dass ein Fünftel der Waldfläche durch dauerhaft angelegte Maschinenwege verdichtet und zerstört werden. Während jede Bodenzerstörung durch Straßen- und Wohnbauten aufwendige Prüf- und Genehmigungsverfahren erfordere, seien solche Eingriffe im Wald per Gesetz ohne jede Genehmigung und „ohne Korrektiv der Rechtsprechung“ als „ordnungsgemäß“ zugelassen.       

Weiterlesne bei der Naturschutz-Initiative

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Max-Planck-Institut für Chemie am 3.6.2021:

Fünf Millionen Jahre Klimawandel an einem Ort konserviert

Eine 80 Meter dicke Lössdecke im Charyn-Canyon dokumentiert Wechselwirkungen zwischen Land, Atmosphäre und Ozean

Einem internationalen Team von Forschenden unter Führung des Mainzer Max-Planck-Instituts für Chemie ist es gelungen, die Veränderungen der Niederschläge in Zentralasien während der letzten fünf Millionen Jahre zu rekonstruieren. Dazu untersuchten sie Proben aus der Sedimentabfolge eines Lössbodens im Charyn-Canyon in Kasachstan. Die enthaltenen Informationen stellen das bisher fehlende Bindeglied im Verständnis der Rückkopplungsmechanismen zwischen Land und Wasser für das globale Klima dar.

Paläoforscherin Charlotte Prud‘homme, die bis vor kurzem Max-Planck-Institut für Chemie arbeitete und nun an der Université Lausanne forscht, erklärt: „Die 80 Meter dicke Sedimentabfolge, auf die wir im Charyn-Canyon stießen, bietet uns eine nahezu kontinuierliche Aufzeichnung von fünf Millionen Jahren Klimawandel. Das ist etwas sehr Seltenes.“ Die abwechselnden Staub- und Bodenschichten im kasachischen Canyon sind durch Windablagerungen zum Beispiel von Steppenstaub entstanden. Sie liefern den ersten verlässlichen Nachweis über die langfristigen Wechselwirkungen zwischen den Haupt-Klimasystemen des eurasischen Kontinents.

„Die Landoberflächen Eurasiens scheinen in den letzten fünf Millionen Jahren aktiver zum Wasserkreislauf von Land, Luft und Meer beigetragen zu haben, als bisher bekannt war. Das Klimaarchiv im Charyn-Canyon diente uns dafür als wichtiger Indikator für den Zufluss von Süßwasser in den Arktischen Ozean, was wiederum den Transport feuchter Luftmassen aus dem Nordatlantik durch westliche Luftströme zurück aufs Land stimuliert hat“, sagt Charlotte Prudhomme. Die Ergebnisse der Feldforschung wurden jetzt im Wissenschaftsjournal Communications Earth and Environment veröffentlicht.

Die Forscherinnen und Forscher untersuchten nicht nur Proben aus dem Pleistozän, also dem Zeitabschnitt, der vor etwa 2,6 Millionen Jahren begann und vor etwa 11.700 Jahren endete, sondern speziell auch die des Pliozäns. Dieses Zeitalter vor fünf bis 2,6 Millionen Jahren ist mit den klimatischen Bedingungen des jetzigen Anthropozäns vergleichbar, denn damals war die Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre zum letzten Mal mit rund 400 ppm (Anteilen pro Million) so hoch wie heute. „Deshalb sind die Erkenntnisse, die wir aus der Sedimentabfolge im Charyn-Canyon gewinnen konnten, so wichtig für das Verständnis des zukünftigen Klimas“, so Prud´homme.

Über die Rolle, die Zentralasien für die globale Klimaentwicklung sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart spielt, war bislang nur wenig bekannt. Die klimatische Entwicklung der Erde in den letzten fünf Millionen Jahren wurde bislang hauptsächlich aus der Perspektive mariner Mechanismen verstanden. Die Bedeutung von Klimarückkopplungen, die ihren Ursprung an Land und nicht in den Ozeanen, Seen oder Eiskernen hatten, blieb dagegen bislang weitgehend unerforscht. Diese Lücke hat das internationale Team an Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mit der Feldforschung im Charyn-Canyon geschlossen.

Wechselwirkungen zwischen den Klimasystemen mittlerer und hoher Breiten

Die geografische Lage des Untersuchungsortes in der Mitte Zentralasiens war für das Team von zentraler Bedeutung: „Wir brauchten einen Ort, der sich im Landesinneren befindet und möglichst weit weg vom Ozean ist“, erläutert Kathryn Fitzsimmons, Leiterin der Forschungsgruppe Terrestrische Paläoklimarekonstruktion am Max-Planck-Institut für Chemie. „Eine noch kontinentalere Situation als im Charyn-Canyon im Südosten Kasachstans konnten wir kaum finden.“ Das halbtrockene Klima wurde vom Zusammenspiel der Westwinde der mittleren Breiten und den Polarfronten der hohen Breiten sowie dem Sedimenttransport aus dem nahen Tien-Shan-Gebirge geprägt. Der Charyn-Canyon eignete sich also ideal dazu, so Kathryn Fitzsimmons, die langfristigen Land-Klima-Rückkopplungsmechanismen zu studieren.

Für ihre Untersuchung reisten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zwei Mal in den kasachischen Canyon: Zum ersten Mal 2017, und ein weiteres Mal im darauffolgenden Jahr, für jeweils drei Wochen intensiver Feldforschung. Dabei achteten sie darauf, die beeindruckend kontinuierliche Aufzeichnung des terrestrischen Klimaarchivs komplett zu erfassen. Zur Entnahme der Bodenproben seilten sie sich entlang der 80 Meter dicken und fast senkrechten Lössschichten ab. Mit Messungen der Isotopenkonzentrationen in Karbonatverbindungen des Bodens konnten sie die Veränderungen der Bodenfeuchte im Laufe der Zeit rekonstruieren.

Das Team um Fitzsimmons ermittelte sowohl das Alter der Sedimentschichten als auch ihre Akkumulationsrate, also wie schnell sich die Schichten im Lauf der Zeit angereichert haben. Dazu kombinierte es paläomagnetische Analysen mit Uran-Blei-Datierungen der Bodenkarbonate. Die Bodenproben zeigten, dass die Region in den letzten fünf Millionen Jahren von zunehmender Austrocknung gekennzeichnet war. Im frühen Pliozän war der Boden demnach deutlich feuchter als in späteren Epochen oder heute. Der Prozess verlief allerdings nicht linear, sondern wurde von kurzfristigen Klima-Schwankungen unterbrochen, die Aufschluss über die Wechselwirkung zwischen den Westwinden der mittleren Breiten und dem sibirischen Hochdrucksystem geben.

Bodenfeuchte als Stellvertreter für die Aktivität sibirischer Flüsse

Die Forschung im Charyn-Canyon ermöglichte es den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die langfristige Interaktion des sibirischen Hochs mit den regenbringenden Westwinden zu untersuchen. Kathryn Fitzsimmons sagt: „Wir sind zuversichtlich, dass die Veränderungen der Bodenfeuchte, die wir an unserem Standort vorfanden, auch als Proxy – also stellvertretend – für die Aktivität der sibirischen Flüsse weiter nördlich genutzt werden können. Das Hydroklima im Charyn-Canyon spiegelt das Klima der Steppen im Norden wider, wo eine Reihe großer sibirischer Flüsse, wie der Irtysch und der Ob, fließen. Diese werden in ähnlicher Weise von der Dynamik des sibirischen Hochs und den westlichen Luftmassen beeinflusst.“ Für eine bestimmte Phase ist dieser Zusammenhang bedeutsam: Kurz vor der ersten großen globalen Vergletscherung vor circa 3,3 Millionen Jahren gab es eine anhaltende Feucht-Periode. „Wahrscheinlich dehnten sich diese Verhältnisse bis zu den sibirischen Flüssen im Norden aus. Der Abfluss von Süßwasser aus diesen Flüssen in den arktischen Ozean könnte für einen Kipppunkt gesorgt haben, der zu einer weit verbreiteten, verstärkten Meereisbildung führte“, so Fitzsimmons.

Für die Entwicklung künftiger Klimamodelle bilden die Informationen des vollständigsten terrestrischen Klimaarchivs der vergangenen fünf Millionen Jahre eine wertvolle Grundlage. Charlotte Prud´homme ist sich sicher: „Wir haben eine Tür aufgestoßen.“

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Pressetext am 4.6.2021:

Lithium-Nachschub aus Meerwasser generiert

Forscher der King Abdullah University of Science and Technology bauen elektrochemische Zelle

Forscher der King Abdullah University of Science and Technology http://kaust.edu.sa/en haben eine elektrochemische Zelle entwickelt, die gezielt Lithium-Ionen aus dem Meerwasser herausangelt. Genauer gesagt handelt es sich um ein Material mit Poren, die genauso groß sind, dass Lithium-Ionen hindurchschlüpfen können, andere Materialien jedoch nicht. Gleichzeitig produziert die Zelle Wasserstoff, der etwa Brennstoffzellen zur Stromerzeugung versorgen kann sowie Chlorgas, einen chemischen Rohstoff.

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CO2: Warum es echte Innovationen schwer haben
https://www.pressetext.com/news/20210604008

Der Beitrag Lithium-Gewinnung aus dem Meerwasser erschien zuerst auf Kalte Sonne.

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