Achtung Achtung: Die Grünen haben Parteitag: In einem heute auf RP-Online veröffentlichten Interview rät der frühere Parteichef Cem Özdemir den Grünen dringend davon ab, auf dem Parteitag in bestimmten Themen noch radikaler zu werden. Ja da schau her: das heißt doch konkret, dass die Grünen radikal sind und sich am Parteitag durch Beschlüsse zum Wahlprogramm, speziell in Sachen Klimaschutz, noch weiter radikalisieren wollen, oder wie ist das sonst zu deuten? „Die wollen eine andere Republik“ warnte einst schon Helmut Kohl vor den Grünen. Frank A. Meyer schreibt dazu im „Cicero“ im Hinblick auf den jetzt bevorstehenden Parteitag: „Nicht eine andere Republik soll das grüne Deutschland werden, sondern eine Erziehungsanstalt“. Schau’n wir mal, was da am Wochenende klimapolitisch so alles beschlossen wird. Egal was sie beschließen: das schöne ist, dass wir eine Wahl haben. Spätestens im September diesen Jahres.

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Es ist gar nicht so einfach, den Überblick beim Stand um den Lebenslauf bei der Grünen Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock zu behalten. Die Welt hat mittlerweile täglich ein Update. Zum Beispiel hier. Den besten Tipp in dieser Sache hatte ausgerechnet der SPIEGEL, der noch vor 6 Wochen grenzenlos jubelte, als die Kandidatur bekannt wurde: “Eine wie keine”. Wenn unsere geneigten Leser einem Obdachlosen mal einen EURO zustecken, dann bitte nicht vergessen: Unterstützung der Obdachlosenhilfe im Lebenslauf erwähnen und wer einmal im Jahr zum Elternabend seiner Kinder geht, der kann ruhig schreiben, dass er sich im Förderverein der Schule ehrenamtlich engagiert. Nach den Baerbock Maßstäben geht es alles durch.

Genauso darf sich jeder, der mal für die Schülerzeitung etwas verfasst hat, Publizist nennen. Bei Baerbock waren das Artikel für das Projekt Zeitung in der Schule (Zisch) bei der Hannoversche  Allgemeinen Zeitung aus der eine freie journalistische Tätigkeit wurde im Lebenslauf. Vielleicht meinte der SPIEGEL mit “Eine wie keine” aber auch etwas ganz anderes seinerzeit? Man kann nach dieser wundersamen Geschichte eigentlich nur jeder Klofrau raten, sich Visitenkarten mit dem Titel “Fäkalienreferentin” drucken zu lassen. Macht bestimmt Eindruck neben der Schale mit den Münzen und im Lebenslauf ohnehin.

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Einer der Ungereimtheiten bei der Energiewende ist das Vorgehen beim Bau von z. B. Windkraftanlagen. Statt zuerst die Möglichkeiten zu schaffen, den produzierten Strom abzutransportieren, sprich Leitungen bauen, geht man den umgekehrten Weg. Über den Stand bzw. die Probleme der Stromtrasse vom Norden Deutschlands nach Nordrhein-Westfalen berichtet der Kölner Stadtanzeiger.

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In Schweden wird eine Fabrik für Batteriespeicher deutlich erweitert. Die jährliche Kapazität soll auf 60 GWh Batterien wachsen. Zum Vergleich: Die kürzlich erschienene Studie von Hans-Josef Fell zur Energiewende 2030 in Deutschland geht von Speicher von 20-30 TWh aus. Die Schweden müssten also schon etliche Jahre produzieren, um allein Deutschlands Bedarf zu decken. Zu den Investoren gehört auch Volkswagen. Weiterlesen hier.

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China könnte zu einer Elektroauto-Macht aufsteigen. 2028 wird die Produktion so groß sein, wie im gesamten Rest der Welt. Das prognostiziert ein Artikel bei Infosperber.

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Kreative Statistikarbeit in den USA. Waldbrände vor 1983 werden aus der offiziellen Statistik gestrichen. Im Ergebnis entstehen dramatische Statistiken, die aber leider einen beträchtlichen Zeitraum gar nicht betrachten. Zum Artikel (mit Videolink) geht es hier lang.

In der Schweiz wird es zukünftig einen rapiden Anstieg an Hitzetagen geben. Aber nicht, weil die Temperaturen ansteigen, sondern das zuständige Bundesamt die Warnstufe von 30 Grad auf 25 Grad gesenkt hat. Irgendwie muss man es den Leuten doch einprügeln, dass die Klimakatastrophe da ist. Früher freuten sich die Menschen auf den Sommer, mittlerweile gilt er als Todeszone.

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In Wien soll ein 143 Zimmer Hotel in erster Linie aus Holz entstehen. Zum Projekt bitte hier klicken.

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Was wir heute über das Klima wissen. Eine Sammlung von Fakten des Helmholtz-Zentrums kann hier heruntergeladen werden.

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Das Alfred-Wegener-Institut setzt bei einem Schiffsneubau auf Methanol statt auf Diesel und verspricht sich CO2 Einsparungen.

“Bei der Verbrennung des Alkohols Methanol gelangen deutlich weniger Rußpartikel in die Luft als bei Benzin, Diesel oder Schweröl. Eine Herausforderung ist allerdings die im Vergleich zum Diesel nur halb so hohe Energiedichte des Alkohols. Die neue Uthörn bekommt deshalb deutlich größere Treibstofftanks, damit sie genügend Methanol für eine weiterhin hohe Reichweite bunkern kann“.

Zur Pressemeldung bitte hier entlang.

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Auf Windwahn kann man einen Artikel finden, der sich mit den Hintergründen zur Umweltgesetzgebung beschäftigt, insbesondere, was das Erodieren der Demokratie angeht. Bitte diesem Link folgen.

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Termine:

16.06.2021 | Online
Psychologische Faktoren von Protestverhalten im Umweltschutz
https://idw-online.de/de/event68899

22.06.2021| Berlin
Solaranlagen in der Altstadt? Herausforderung Pariser Klimaschutzziele in Denkmalbereichen
https://idw-online.de/de/event68920

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FAZ am 19.5.2021:

Rolls-Royce setzt auf Mini-Atomreaktoren

Der britische Industriekonzern legt neue Entwürfe zum Bau von kleinen Nuklearanlagen vor. Auch international wächst das Interesse.

Nach Jahren der Vorbereitung beginnt Rolls-Royce den nächsten Schritt auf dem Weg zum Bau von Mini-Atomreaktoren. Seit 2015 entwickelt der britische Industriekonzern „Small Modular Reactors“ (SMR), an denen in zahlreichen Ländern auf der ganzen Welt geforscht wird. Rolls-Royce hat nun mit einem Konsortium neue Entwürfe vorgelegt. Sie haben ohne Kostenanstieg die Kapazität der SMR-Anlagen von 440 auf 470 Megawatt Leistung erhöht. Das entspricht etwa einem Drittel der Leistung herkömmlicher Großkraftwerke. Rolls-Royce will in der zweiten Jahreshälfte die Pläne der zuständigen staatlichen Aufsichtsbehörde vorlegen, die sie genehmigen muss. Anfang des nächsten Jahrzehnts könnten laut Angaben des Industriekonzerns die ersten Anlagen fertiggestellt sein und ans Netz gehen.

Weiterlesen in der FAZ

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Nochmal FAZ:

Belastungsprobe für das Stromnetz

Die Energiewende bedeutet den größten Umbau des Stromnetzes seit seiner Entstehung.

Im Klimaschutz demonstrieren wieder alle Geschäftigkeit. Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts wenige Monate vor der Wahl hat den zuständigen Ministerien in Berlin Beine gemacht. Doch um die neuen Emissionsziele zu schaffen, reiche es wahrscheinlich nicht mehr, sich bis 2030 nur auf 65 Prozent Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien zu verständigen. Das sagte der Bundeswirtschaftsminister vergangene Woche. Was Altmaier nicht sagte: wie sich dieses Szenario mit der Warnung des Bundesrechnungshofs verträgt, nach der sein Ministerium die Gefahr von Blackouts im Zuge der Energiewende unterschätze. 4,5 Gigawatt groß sei die Planungslücke.

Weiterlesen in der FAZ

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VOX.com am 19.5.2021:

Scientists aren’t sure what will happen to clouds as the planet warms

Why clouds are one of the greatest sources of uncertainty for climate change.

What is a cloud? At the smallest scale, it’s simple: just moisture condensed onto a tiny particle — a speck of dust, a grain of pollen, salt spray from the ocean, or a mote of soot.

But as soon as more than one of these cloud droplets get together, things get chaotic, quickly. Scientists describe clouds as an emergent phenomenon, where smaller constituent parts give rise to sophisticated, self-organized patterns, like a school of fish swimming together or a murmuration of starlings.

Weiterlesen auf VOX.com

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Pressetext am 19.5.2021:

Batterie der Zukunft ist aus Beton

Innovativer Ansatz der Technischen Universität Chalmers ließe sich in Hochhäuser integrieren

Wiederaufladbare Batterien der Zukunft bestehen im Wesentlichen aus Zement, wie Forscher der Technischen Universität Chalmers http://chalmers.se/en prophezeien.

Weiterlesen auf Pressetext

Dazu auch Chemie.de:

Weltweit erstes Konzept für wiederaufladbare Batterien auf Zementbasis

Stellen Sie sich ein ganzes zwanzigstöckiges Betongebäude vor, das Energie wie eine riesige Batterie speichern kann

Und siehe auch baublatt.ch und Insideevs.

Hochhaus (Symbolbild)

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Hinweis: Die neue Staffel der Klimaschau befindet sich derzeit in Vorbereitung. In wenigen Tagen geht es dann weiter mit neuen Folgen.

Der Beitrag Batterie der Zukunft ist aus Beton erschien zuerst auf Kalte Sonne.

via Kalte Sonne

 von Kalte Sonne