Der Standard berichtete am 12.4.2021 über das Klima 2020 in Österreich:

Klimastatusbericht: 2020 war in Österreich zu warm und zu stürmisch

[…] Im Jahr 2020 folgte kompensatorisch ein relativ nasser Juni, der einen feucht-warmen Sommer einleitete: „Früher war es klar, dass ein feuchter Sommer auch kalt ist“, sagt Formayer. Durch die Bewölkung gebe es weniger Sonneneinstrahlung, und bei der Verdunstung kühlt sich die Umgebung ab – ähnlich wie beim Schwitzen der Körper gekühlt wird. Durch den rasch voranschreitenden Klimawandel wären aber nun auch in feuchten Sommern die Temperaturen „normal“ hoch. „Das wird in Zukunft Probleme für die Landwirtschaft und Lebensmittelsicherheit verursachen, weil Feuchtigkeit und Wärme das Wachstum von Schimmel und anderen Pilzerkrankungen steigern“, sagt der Forscher.

Es ist schon seltsam: Wenn der Sommer zu trocken ist, dann ist es der Klimawandel. Wenn der Sommer feuchter als normal ist, gibt es auch wieder etwas zu meckern. Wollen wir also hoffen, dass bald der Wunsch des Redakteurs in Erfüllung geht und ein nasser UND kalter Sommer in Österreich kommt. Vermutlich ist es dann auch nicht recht und ein Zeichen für den Klimawandel, dass die Sommer sich so stark voneinander unterscheiden. Das bringt uns zur Frage: Was wäre eigentlich normal?

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Pressemitteilung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg vom 26.3.2021:

„Science“-Titelgeschichte: Forscher lösen Rätsel um Adlermörder

Im Süden der USA sterben seit den 1990er Jahren Weißkopfseeadler, aber auch andere Vögel sowie Reptilien und Fische an einer mysteriösen neurodegenerativen Krankheit. Ein Forschungsteam unter Leitung der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und der University of Georgia, USA, konnte nun die Ursache für das Sterben identifizieren: ein Gift, das von Cyanobakterien gebildet wird, die wiederum auf invasiven Wasserpflanzen in den betroffenen Regionen wachsen. Verstärkt wird das Problem möglicherweise durch den Einsatz von Herbiziden zur Bekämpfung der Pflanzen. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Science“ veröffentlicht.

1994 kommt es im Bundesstaat Arkansas in den USA zu einem Massensterben des Weißkopfseeadlers. Die Tiere verlieren die Kontrolle über ihren Körper und in ihrem Gehirn entstehen Löcher. Die zuvor unbekannte neurodegenerative Krankheit wird Vacuolar Myelinopathy (VM) genannt. „Es war ein Mysterium, woher die Krankheit kommt“, sagt Prof. Dr. Timo Niedermeyer vom Institut für Pharmazie der MLU.

Amerikanische Forscher stellen zunächst fest, dass nicht nur Adler, sondern auch ihre pflanzenfressenden Beutetiere betroffen sind. Sie finden einen Zusammenhang mit einer invasiven Wasserpflanze (Hydrilla verticillata), die in Süßwasserseen der betroffenen Regionen wächst. Allerdings gibt es auch Seen mit der Wasserpflanze, an denen die Krankheit nicht auftritt. Susan B. Wilde, Professorin an der Warnell School of Forestry and Natural Resources an der University of Georgia, findet 2005 schließlich ein bisher unbekanntes Cyanobakterium auf den Blättern der invasiven Pflanze, das offenbar für die Krankheit verantwortlich ist: Nur dort, wo das Cyanobakterium auf der Pflanze wächst, kommt es zu VM. Sie nennt das Bakterium „Adlermörder, der auf Hydrilla wächst“: Aetokthonos hydrillicola.

„Ich bin über eine Pressemitteilung der Universität gestolpert und war von dieser Entdeckung begeistert, weil ich seit Jahren mit Cyanobakterien gearbeitet habe“, sagt Niedermeyer. Er lässt sich Proben zuschicken, kultiviert die Bakterien im Labor und schickt sie in die USA zurück. Doch die dortigen Tests ergeben nichts, die Krankheit wird durch die Laborkulturen nicht ausgelöst. „Nicht nur die Vögel hat das in den Wahnsinn getrieben, uns auch. Wir wollten dieses Rätsel unbedingt lösen“, sagt Niedermeyer. Erneut lässt er sich Blätter mit dem Bakterium zuschicken. Steffen Breinlinger, Doktorand in seiner Arbeitsgruppe, untersucht nun mit einem neuen bildgebenden Massenspektrometer Molekül für Molekül die Zusammensetzung auf der Blattoberfläche. Und findet dabei eine neue Substanz, die auf den Blättern nur dort vorkommt, wo die Cyanobakterien wachsen. In den kultivierten Bakterien findet man sie jedoch nicht.

Seine Untersuchungen der chemischen Struktur des isolierten Moleküls ergeben, dass es fünf Bromatome enthält. „Die Struktur ist wirklich spektakulär“, sagt Breinlinger. Die Eigenschaften seien ungewöhnlich für ein von Bakterien gebildetes Molekül. Und sie liefern die Erklärung dafür, warum das Gift unter Laborbedingungen nicht gebildet wurde: Standardmedien für die Kultivierung von Cyanobakterien enthalten kein Bromid. „Wir haben dann unsere Laborbakterien mit Bromid versetzt und daraufhin haben sie das Toxin ebenfalls gebildet“, so Breinlinger. Wilde und ihre Mitarbeiter testen das isolierte Molekül, das nun endlich, nach fast einem Jahrzehnt Forschung in den Laboren von Wilde und Niedermeyer, ein Treffer ist: Es löst VM aus. In Anlehnung an das Bakterium nennen die Forscher ihre Entdeckung Aetokthonotoxin – „Adlermördergift“. „Jetzt hatten wir endlich den Täter überführt, und sogar die Tatwaffe gefunden“, sagt Susan B. Wilde.

Eine beteiligte Arbeitsgruppe der tschechischen Akademie der Wissenschaften hat zudem bereits DNA-Abschnitte gefunden, die Erbinformationen für die Synthese des neuen Moleküls enthalten. Warum die Cyanobakterien auf den Wasserpflanzen das Gift bilden, ist jedoch nicht abschließend geklärt. Möglicherweise spielt dabei eines der Herbizide zur Bekämpfung der invasiven Wasserpflanze eine Rolle: Es enthält Bromid und stimuliert so möglicherweise die Bildung des Gifts.

In Europa ist die Nervenkrankheit bisher nicht aufgetreten, es sind auch noch keine Vorkommen des Toxin-bildenden Cyanobakteriums bekannt.

Die Studie wurde finanziert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), die tschechische Wissenschaftsstiftung GACR, das US Department of Interior, US Fish and Wildlife, die Florida Fish & Wildlife Conservation Commission, die Gulf States Marine Fisheries Commission, den National Institute of Food and Agriculture McIntire-Stennis Capacity Grant und die American Eagle Foundation.

Studie: Breinlinger S. et al. Hunting the eagle killer: A cyanobacterial neurotoxin causes vacuolar myelinopathy. Science (2021). DOI: 10.1126/science.aax9050

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Buch von Werner Kirstein:

Klimawandel – Realität, Irrtum oder Lüge?: Menschen zwischen Wissen und Glauben

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Schwarzwälder Bote im Juli 2020:

Die Corona-Krise ist eine unmittelbare Bedrohung und erfordert ein schnelles Handeln. Der Klimawandel und seine Folgen sind eher ein langfristiges Problem. Die Menschen erleben den Klimawandel und seine Folgen während ihres Lebens nicht im ganzen Ausmaß. Der Klimawandel ist keine unmittelbare Bedrohung wie Corona und aus diesem Grund kann die Politik hier auch nicht demokratische Prozesse und Entscheidungsfindungen, die viel Zeit benötigen, außer Acht lassen.

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Pressemitteilung der Uni Kopenhagen im Juli 2020:

Alaskan volcano linked to mysterious period with extreme climate in ancient Rome

The cold, famine and unrest in ancient Rome and Egypt after the assassination of Julius Caesar in 44 BCE has long been shrouded in mystery. Now, an international team, including researchers from the University of Copenhagen, has found evidence suggesting that the megaeruption of an Alaskan volcano may be to blame.

Dark times befell upon the Mediterranean around the time of Julius Caesar’s assassination in 44 BCE. Written accounts describe the region as severely impacted by unusual cooling, failed harvests, famine and disease, all of which combined to contribute to the fall of the Roman Republic and Ptolemaic Kingdom. While researchers long suspected that a volcanic eruption was to blame, they were unable to pinpoint exactly where and when such an eruption might have occurred.

The brightness of the sun was darkened, the disc was pale for a year and the sun did not rise with its usual brilliance and force. It gave but slight heat. For this reason, the crops brought forth were so poor and immature that they rotted in the cold air.Greek Roman philosopher Plutarch describing the weather in the wake of Julius Caesar’s death

Now, an international team, including researchers from the University of Copenhagen’s Niels Bohr Institute, the Desert Research Institute in Reno, Nevada and the University of Bern has analysed volcanic ash in Greenlandic ice core samples, which together with historical accounts, can be linked to an inexplicable cooling event in the Mediterranean region during this crux in the history of Western civilization.

The ash comes from the remote Okmok volcano in Alaska’s Aleutian Island Chain. According to the ice core tests, the volcano experienced a two-year megaeruption that began in early 43 BCE, one that filled Earth’s atmosphere with enough smoke and ash to significantly impact climate.

„The eruption is regarded as one of the largest volcanic eruptions of the past 2,500 years. Using the ice core samples, climate models and historical records, we are quite certain that the eruption is linked to the violent climatic changes noted around the Mediterranean and in Rome,“ says Jørgen Peder Steffensen, professor of ice, climate and geophysics at the Niels Bohr Institute and one of the researchers behind the discovery.

Coldest years in the Northern Hemisphere

In an extensive collaboration with historians and others, researchers collected prehistoric climate data from around the planet to confirm the likelihood that this particular eruption was responsible for widespread climate change. The sources of evidence include tree ring archives from Scandinavia, Austria and California and a Chinese cave formation. 

The researchers‘ extensive analysis of climate during this ancient era demonstrates that the years after the Okmok eruption were some of the coldest in the northern hemisphere over the past 2,500 years. The researchers‘ climate models indicate that temperatures were roughly seven degrees Celsius below normal during the summer and autumn after the eruption in 43 BCE. 

„Historical accounts describe how wet and extremely cold weather led to poorer harvests, as well as how the Nile overflowed its banks—destroying crops and leading to famine—all of which correlates with our results,“ says Jørgen Peder Steffensen. 

While the researchers believe that a variety of factors contributed to the fall of the Roman Republic and Ptolemaic Kingdom, they maintain that Okmak’s eruption played an unmistakably large role and that their discovery serves to fill in gaps which have been missing in history books dealing with the era. 

The research was recently published in the journal Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) 

Facts:

The Niels Bohr Institute’s Ice and Climate Group has been working on the “Caesar Volcano” since the 1980’s. The group was the first in the world to systematically use the counting of annual layers in ice cores to date volcanic eruptions.

The group also invented the ECM-method (Electric Conductivity Method) to find volcanic ash in ice cores. ECM consists of placing two electrodes along fresh ice cores and measuring resistance. Sulphuric acid from volcanoes changes the resistance in the ice, making it quite easy to identify volcanic layers.

The new research article is the latest in more than 40 years of work on the volcano.

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Hier etwas für alle Klima-Tüftler:

How to get solar radiation and climate data (precipitaton, temperature, wind, insolation…) anywhere in the world free from NASA database?

This tutorial helps you to get free set of meteorological data from NASA database through the POWER DATA ACCESS VIEWER online free tool. Particularly you will learn how to get radiation values on horizontal and tilted surface.

Hier weiterlesen.

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 Holger Narrog am 08.04.2021:

Die Schwachstellen der Hypothese vom „Klimawandel“

Die nachstehende Analyse ist keine wissenschaftliche Ausarbeitung, sondern eine Plausibilitäts-betrachtung eines Ingenieurs basierend auf einer Recherche bekannter Daten

pdf hier herunterladen.

Der Beitrag Alaska-Vulkan verursachte extremes Klima im alten Rom erschien zuerst auf Kalte Sonne.

via Kalte Sonne

 von Kalte Sonne