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Da kommt vielleicht ein ganz neues Problem auf die Grünen zu. Sie gelten ja als Freunde des gepflegten Tütchens, das Stefan Raab einst in seinem Song „Wir kiffen“ besang. Beim legalen Anbau und der Weiterverarbeitung der Droge, werden große Mengen Strom und Wasser verbraucht. Ein Artikel bei Spektrum der Wissenschaft erläutert die Problematik. Wann kommt nun Joint-Shaming?

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Mitte März, Zeit einmal auf die Temperaturabweichungen bis zum 13.03.2021 zu schauen. Der März 2021 hat gute Chance nicht als wärmster Monat März seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in die Geschichte einzugehen. Für einige Klimabewegte könnte das eine Enttäuschung sein. Auf eine durchschnittliche Temperatur von 3,6 Grad bringt es die erste Hälfte vom März. Zwischen 0,8 – 1,6 Grad Celsius liegen die Temperaturen in Deutschland unter dem langjährigen Mittel (1991-2020) – je nach Ort. Dieses Mittel hat sich im Laufe der Zeit geändert:
1991-2020 4,6 Grad Celsius
1981-2010 4,3 Grad Celsius
1971-2000 4,2 Grad Celsius
1961-1990 3,5 Grad Celsius

Die nächsten Tage wird es wahrscheinlich mit Nordströmung weiter kalt bleiben. Erst gegen Ende März, so die ersten vorsichtigen Prognosen, könnte es bei Hochdruckeinfluss zu etwas höheren Temperaturen kommen. Bis dahin kann es aber noch kalt werden, vor allem nachts.

Bei den Niederschlagsmengen ergibt sich für Deutschland ein uneinheitliches Bild bis jetzt. Während Teile des Nordwestens von Deutschland bereits 80-85% des normalen Monatswertes erreicht haben, sind es in Sachsen gerade einmal zwischen 22-27% der normalen Regenmenge. Die Vorhersage für die nächsten 7-10 Tage sieht aber weiteren Regen vor, vor allem in den Gegenden, die bisher eher weniger Niederschläge hatten.

Es ist immer ratsam bei Prognosen vorsichtig zu sein. Durchaus möglich wäre ein normaler März, was den Niederschlag angeht. Ihn bzw. das ganze Jahr 2021 bereits zum Dürremonat/Dürrejahr zu machen ist immer gefährlich. Das hält aber einige Protagonisten nicht davon ab, das bereits Mitte Januar zu machen. Nichts ist absurd genug, um nicht der eigene Agenda zu dienen in diesem Fall der von Oliver Krischer von den Grünen. Richtig, dass ist der Politiker, der sich wundert warum eine flache Pfütze zufriert im Winter, ein 70 Meter tiefer Stausee aber noch nicht. Nur, um es einem Klimawandel zuzuschieben. Physik wird allgemein unterschätzt und Basiswissen bei Politikern könnte nicht schaden. Wer sich für die Wetterwerte interessiert, dem empfehlen wir die Seite Wetterkontor und dort den Rückblick.

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Hört auf die Wissenschaft! Nun ja, eigentlich gilt das beim Thema Mobilitätswende, wen wundert es, immer nur dann, wenn es in die eigene Agenda passt. 80 Wissenschaftler haben einen Brandbrief geschrieben. Sie monieren den einseitigen Kurs in Richtung E-Mobilität. Vermutlich wird man davon aber sehr wenig hören. Wenn es nicht zum Narrativ passt, dann wird auf die Wissenschaft gepfiffen. Der BR berichtete über den Brandbrief. E-Autos scheinen offensichtlich ein Imageproblem zu haben. Laut Focus stellt eine Allensbach-Studie eine eher geringe Bereitschaft fest, sich ein E-Auto anzuschaffen.

„Für 55 Prozent der Befragten kommt der Erwerb eines E-Autos nicht in Frage. 29 Prozent können sich zwar grundsätzlich vorstellen, ein Elektroauto zu kaufen, zwei Drittel von ihnen aber erst in etwas fernerer Zukunft. Zwischen Dezember 2020 und Februar 2021 ist die Gruppe derer, die mit einem Kauf lieber noch warten wollen, deutlich gestiegen.“

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Wie kann man die Corona-Pandemie und das Klima doch noch irgendwie zusammenbinden, auch wenn es eigentlich überhaupt nicht passt? Das wird sich die Lobbyistin Simone Peter gefragt haben und ist auf die Lösung gekommen. Das Aussetzen der Impfungen mit dem Astra-Zeneca Impfstoff bei Corona wird mit dem „Aussetzen des Impfstoffs Erneuerbare Energien“ in einen Topf gerührt. Auweiha. Aufhänger ist ein SZ Artikel über Dürren in Europa. Wir kennen es von ihr. Egal ob es in Australien brennt, die Sommertemperaturen in Sibirien hoch sind oder Niederschläge ausbleiben, das Rezept sofort etwas dagegen zu unternehmen lautet Windkraft.

(Abbildung: Screenshot Twitter)

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Pressemitteilung des Fritz-Haber-Instituts der Max-Planck-Gesellschaft vom 4.3.2021:

Zinkoxid: Schlüsselkomponente für die Methanol-Synthese über Kupferkatalysatoren

Ein Forscher*innen-Team um das Fritz-Haber-Institut hat herausgefunden, dass die industriell wichtige Herstellung von Methanol positiv beeinflusst werden kann, wenn der bei der Reaktion verwendete Kupferkatalysator mit Zinkoxid in Kontakt kommt.

Die derzeitige kommerzielle Herstellung von Methanol durch die Hydrierung des Treibhausgases CO2 beruht auf einem Katalysator, der aus Kupfer, Zinkoxid und Aluminiumoxid besteht. Obwohl dieser Katalysator bereits seit vielen Jahrzehnten in der chemischen Industrie eingesetzt wird, gibt es dazu noch immer viele ungeklärte Fragen. Ein Team von Forscher*innen der Abteilung Grenzflächenwissenschaften des Fritz-Haber-Instituts der Max-Planck-Gesellschaft, der Ruhr-Universität Bochum, des National Accelerator Laboratory des Stanforder Linearbeschleunigers (SLAC), des Forschungszentrums Jülich und des Brookhaven National Laboratory hat nun den Ursprung der erstaunlichen katalytischen Aktivitäts- und Selektivitätsentwicklung komplexer Nanokatalysatoren während der Reaktion aufgeklärt. Insbesondere beleuchteten sie die Rolle des oxidischen Trägermaterials und deckten auf, wie die Methanolproduktion durch winzige Mengen von Zinkoxid in engem Kontakt mit Kupfer beeinflusst werden kann.

Methanol kann als Energieträger oder als Rohstoff für die Herstellung anderer Chemikalien dienen, wobei jährlich über 60 Millionen Tonnen produziert werden. Der traditionelle Katalysator aus Kupfer, Zinkoxid und Aluminiumoxid wandelt Synthesegas, das aus Wasserstoff (H2), Kohlenmonoxid (CO) und Kohlendioxid (CO2) besteht, in Methanol um. Obwohl dieser spezielle Katalysator zuverlässig ist, ändert sich seine Effizienz im Laufe der Zeit, was seine Langlebigkeit beeinträchtigt – so wie es bei vielen Katalysatoren der Fall ist. „Wir haben daher Kupfer- und gemischte Kupfer-Zink-Nanopartikel auf verschiedenen oxidischen Trägern untersucht, um zu verstehen, wie sie interagieren und sich entwickeln, und um die Rolle der einzelnen Katalysatorbestandteile zu entschlüsseln. Dieses Wissen wird dazu dienen, zukünftige Katalysatoren zu verbessern“, sagt Núria Jiménez Divins, eine der Hauptautor*innen der Studie.

Das Team untersuchte den katalytischen Prozess unter realistischen Reaktionsbedingungen, die denen im industriellen Prozess nachempfunden sind, d.h. hohe Drücke (20-60 bar) und milde Temperaturen. Dazu wurde Synchrotronstrahlung im Röntgenbereich benötigt. Simon R. Bare von der Synchrotron-Strahlungsquelle in Stanford, der an den Experimenten beteiligt war, erklärt: „Reaktionen bei solchen Temperaturen und hohen Drücken müssen in einem geschlossenen Behälter stattfinden, der aber für die Röntgenstrahlung transparent sein sollte, was die Messungen zu einer Herausforderung macht. Das spezielle Reaktordesign in Kombination mit der Synchrotronstrahlung ermöglichte es uns, sogenannte Operando-Messungen durchzuführen, bei denen wir live beobachten konnten, was mit den katalytischen Komponenten unter industriell relevanten Reaktionsbedingungen passiert.“ So konnten die Forscher nicht nur die Entstehung und das Verschwinden des Katalysators verfolgen, sondern auch wie seine Entwicklung und Umwandlung, seine Aktivität und Selektivität veränderte.

Durch die Kombination von Ergebnissen aus Mikroskopie, Spektroskopie und katalytischen Messungen fand das Team heraus, dass einige Träger einen besseren Einfluss auf die Leistung des Katalysators hatten als andere, und zwar aufgrund der Art und Weise, wie sie mit dem Zinkoxid wechselwirkten, das in stark verdünnter Form als Teil der Cu-Zn-Nanopartikel vorlag. Auf Siliziumoxidträgern wurde Zinkoxid während des katalytischen Prozesses teilweise zu metallischem Zink reduziert oder es entstand eine Messing-Legierung, die sich mit der Zeit als nachteilig für die Methanolproduktion erwies. Bei der Verwendung von Aluminiumoxid als Träger interagiert das Zink stark mit dem Träger und wird in dessen Gitter eingebaut, was zu einer Änderung der Selektivität der Reaktion hin zu Dimethylether führt. „Das ist ein interessantes Ergebnis“, sagt David Kordus, der andere Hauptautor der Studie und Doktorand am Fachbereich Grenzflächenwissenschaften am FHI. „Wir wissen jetzt, dass die Wahl des Trägermaterials einen Einfluss darauf hat, wie sich die aktiven Komponenten des Katalysators verhalten und sich dynamisch an die Reaktionsbedingungen anpassen. Insbesondere die Oxidationsstufe von Zink wird dadurch entscheidend verändert, was beim zukünftigen Katalysatordesign berücksichtigt werden sollte.“

Diese in Nature Communications veröffentlichte Arbeit zeigt, dass Zinkoxid nicht als Teil des Trägers vorhanden sein muss, sondern dass es auch dann eine nützliche Funktion hat, wenn es in stark verdünnter Form als Teil des Nanopartikel-Katalysators selbst vorhanden ist. Dies wird dazu beitragen, die Katalysatoren für die Methanol-Synthese besser zu verstehen und möglicherweise zu einer Verbesserung des Katalysators für diesen industriell wichtigen Prozess führen.

Originalpublikation: Núria J. Divins, David Kordus, Janis Timoshenko, Ilya Sinev, Ioannis Zegkinoglou,
Arno Bergmann, See Wee Chee, Simon Widrinna, Osman Karslioglu, Hemma Mistry, Mauricio Lopez Luna, Jian Qiang Zhong, Adam S. Hoffman, Alexey Boubnov, J. Anibal Boscoboinik, Marc Heggen, Rafal E. Dunin-Borkowski, Simon R. Bare, Beatriz Roldan Cuenya: „Operando High-Pressure investigation of Size-Controlled CuZn Catalysts for the Methanol Synthesis Reaction“. Nature Communications March 2021. DOI: 10.1038/s41467-021-21604-7

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Michael Lingemann auf Facebook zu einem möglichen Zusammenhang zwischen Vulkanausbrüchen und Sonnenaktivität:

Es gibt einige Wissenschaftler, die in der kommenden Zeit eine vermehrte Vulkanausbruchstätigkeit vorhersagen. Hintergrund ist ein beobachteter Zusammenhang der solaren Aktivität (Solares Minimum beobachtet, signifikante, vermehrte größere Vulkanausbrüche) und der Vulkantätigkeit. Folgende Studie von Ebisuzaki et al. 2011 befasst sich eindrucksvoll damit. Da wir derzeit im Begriff sind wieder in ein solches solares Minimum zu laufen, wird es spannend zu beobachten, ob sich diese Korrelation auch dieses Mal bestätigt.

„This strong association between eruption timing and the solar minimum is statistically significant to a confidence level of 96.7%. This relationship is not observed for eruptions from volcanoes with relatively silica-poor magma, such as Izu-Ohshima. It is well known that the cosmic-ray flux is negatively correlated with solar magnetic activity, as the strong magnetic field in the solar wind repels charged particles such as galactic cosmic rays that originate from outside of the solar system. The strong negative correlation observed between the timing of silica-rich eruptions and solar activity can be explained by variations in cosmic-ray flux arising from solar modulation. Because silica-rich magma has relatively high surface tension (~ 0.1 Nm−1), the homogeneous nucleation rate is so low that such magma exists in a highly supersaturated state without considerable exsolution, even when located relatively close to the surface, within the penetration range of cosmic-ray muons (1–10 GeV). These muons can contribute to nucleation in supersaturated magma, as documented by many authors studying a bubble chamber, via ionization loss. This radiation-induced nucleation can lead to the pre-eruptive exsolution of H2O in the silica-rich magma. We note the possibility that the 1991 Mt. Pinatubo eruption was triggered by the same mechanism: an increase in cosmic-ray flux triggered by Typhoon Yunya, as a decrease in atmospheric pressure results in an increase in cosmic-ray flux“.

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Indur M. Goklany mit einem Bericht für die GWPF (pdf hier):

Impacts of Climate Change: Perception and Reality

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Der Energiedetektiv zum Klimawandel:

Der Energiedetektiv macht sich Gedanken zu Klima + Wandel

Wir leben in Zeiten großen Wandels. Aktuelle Entwicklungen veranlassen uns, die Allgemeinheit vor den gegenwärtigen Fehlentwicklungen zu warnen. In diesem Bereich stellen wir Analysen und Beobachtungen als Download zur Diskussion. Die Gesetze der Logik und eigene Beobachtungen ermöglichen jedem Bürger unsere Argumente auch ohne komplizierte Technik zu prüfen. Dazu fordern wir dezidiert auf!

Klimawandel durch Klimaschutz

Dokumentation, wie die technische Nutzung der Solarenergie selbst zur Erwärmung der Atmosphäre beiträgt.
10 Seiten, 10 Abbildungen, ca. 2,5 MB
-> Download: Klimawandel durch Klimaschutz E.pdf

Klimawandel und CO2
Die Beobachtungen an Solaranlagen führen uns dazu, die Ursachen für den Klimawandel zu hinterfragen. Mit einem überraschenden Ergebnis: das Ursache-Wirkungs-Prinzip für eine steigende Lufttemperatur ist völlig anders als es meist präsentiert wird.
20 Seiten, 27 Bilder, ca. 2,5 MB
-> Download: Klimawandel und CO2 E.pdf

Weiterlesen beim Energiedetektiv

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Lord Christopher Monckton – The Economics Behind Windmills

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Ein Artikel in Eos am 10.11.2020 machte sich Gedanken zum Risiko von Gefängnisinsassen durch den Klimawandel:

An Unfought Geoscience Battle in U.S. Prisons

Prisoners, activists, and lawyers are fighting to protect incarcerated people from pollution and the dangers of climate change. There’s a place for geoscientists in the fight too.

The health and safety of incarcerated people in the United States are one front of the environmental justice movement, which recognizes that the structural inequalities built into society, particularly those based on race and socioeconomic status, are statistically connected to a person’s access to a clean and healthful environment. Environmental justice affirms that all people have the right to clean land, water, air, and food. It demands environmental policy free of discrimination and bias and is based on mutual respect and justice for all people.

Weiterlesen in Eos

Der Beitrag Zinkoxid: Schlüsselkomponente für die Methanol-Synthese über Kupferkatalysatoren erschien zuerst auf Kalte Sonne.

via Kalte Sonne