Wir erinnern uns: Anfang 2020 gingen die ausgedehnten Feuer in Australien durch die Medien. Man konnte dem nicht entrinnen, spätestens die kunstvolle Animation des Kontinents, die aussah, als wenn ein Stück Kohle verglüht, hat sich kollektiv in das Gedächtnis der Menschen auf der ganzen Welt eingebrannt. Wer wusste schon, dass es keine Satellitenaufnahmen waren, sondern Special Effects? Als wirkmächtiges Bild hat es seine Schuldigkeit getan.

Man muss wissen, dass die Brände Ende 2019 und Anfang 2020 keineswegs die heftigsten waren, die jemals in Australien gewütet haben, auch wenn das häufig so dargestellt wurde. Wir haben in diesem Blog auf einen Beitrag von Roy Spencer hingewiesen, der sich die verbrannten Flächen in Australien im Laufe der Jahre als Statistik angesehen hat. Es macht die Schäden durch die Brände vor einem Jahr nicht kleiner, aber es hilft, die Dimension besser einzuschätzen.

Vor einem Jahr wurden wir in Europa dafür angeklagt, dass Millionen Tiere in Australien den Feuertod fanden. Denn, die Brände in Australien sind einzig und allein auf den menschengemachten Klimawandel zurückzuführen. Das war jedenfalls überall zu lesen. Aktivisten wie Volker Quaschning könnten versucht haben, dem Staat Australien 0,13 Koala Bären zu ersetzen, das war nämlich rechnerisch der Anteil eines jeden Europäers. Bereits damals war klar, dass es zahlreiche Faktoren für eine Trockenheit in Australien gibt, es wollte nur niemand hören, denn wie soll man ansonsten ein schlechtes Gewissen erzeugen, wenn es am Ende ein nicht durch Menschen verursachtes Phänomen war bzw. maßgeblich beteiligt war.

Ein Jahr später stellt sich ein anderes Bild ein. Das Bureau of Meteorology (BoM) bilanziert den australischen Sommer, also die Monate Dezember 2020, Januar und Februar 2021. Um 0,06 Grad Celsius war dieser Sommer wärmer als im langjährigen Mittel. Man könnte auch sagen, der Sommer war dort durchschnittlich warm. Es gab allerdings deutlich mehr Regenfälle in der Zeit, ca. 29% mehr als im Mittel. Natürlich fallen die Ergebnisse bei so einem riesigen Land sehr unterschiedlich aus. Von Rekordwerten bei den Regenmengen bis zu unterdurchschnittlich wenig, ist alles dabei. Wer es sich im Detail ansehen will, dem sein die Seite des BoM empfohlen.

(Abbildung: Screenshot Webseite Bureau of Meteorology)

Es soll hier gar nicht über die Gründe für die Temperaturen und die Niederschläge im Detail geschrieben werden. Es könnte gut sein, dass La Niña Einflüsse dafür gesorgt haben. Das wird man aus dem Munde zahlreicher Klimaforscher aber eher weniger hören, denn wenn es tatsächlich La Niña war, dann sei die Überlegung gestattet, welchen Einfluss die El Niños auf das Wettergeschehen vor einem Jahr hatten. Das aber passt ja nicht wirklich zum Menschen, der an allen Wettereskapaden auf der Welt Schuld hat. Also spricht man besser gar nicht darüber und wartet auf das nächste Ereignis, bei dem es dann wieder heißt, es war noch nie so schlimm, es war der Mensch.

Wir haben in diesem Blog sehr oft über Wetterphänomene geschrieben und letztlich ist es egal, ob es in Australien brennt, eine deutsche Nordseeinsel eine Sturmflut erlebt oder es im Sommer ungewöhnlich warm ist in Sibirien. Alles wird zum Anlass genommen und Menschen noch einmal seine Sünden vor Augen zu führen, aber auch gleichzeitig (das gehört sich für eine Religion) die Erlösung zu präsentieren. Entweder in Form von Erlösern oder in Form von Technik, in diesem Fall von grüner Energietechnik wie z. B. Wind- und Solarstrom. Oft geht das auch einher, indem die Erlöser auf solche Technik verweisen. Für Lobbyisten ist das eine gemähte Wiese. Sie müssen die Heuernte nur noch einfahren.

Das ist auch der Grund, warum wir bei jedem der genannten Ereignisse dringende Apelle von Aktivisten wie Volker Quaschning oder Lobbyisten wie Simone Peter lesen können. Sie sind die Hohepriester in der Klimakirche, und während im Mittelalter die katholische Kirche den Gläubigen von der Hölle erzählt hat, nimmt jetzt eine erhitzte Erde diesen Platz sein. Hitze spielt bei beiden eine große Rolle, das dürfte auch der Grund sein, warum Bilder von Bränden so dermaßen um die Welt gehen, wenn es um das Promoten der Klimakatastrophe geht.

Der Beitrag Australien, ein Jahr danach erschien zuerst auf Kalte Sonne.

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