Die ARD hat ein neues Format bei Instagram: Klima.Neutral. Die Grünen wird diese Art der Wahlkampfunterstützung bestimmt freuen. Warum die ARD allerdings ausschließlich Instagram wählt, um das Format zu zeigen, erschließt sich nicht. Jeder, der die kommerzielle Plattform meidet, ist von den Informationen dort ausgeschlossen. Sollte öffentlich-rechtlicher Rundfunk nicht eigentlich barrierefrei sein?

(Abbildung: Screenshot Instagram)

Der Herr auf dem Bild ganz rechts ist übrigens der Journalist Frederik Fleig. Er hat nach eigenen Aussagen bereits 55 Länder bereist (beruflich und privat), vermutlich immer klimaneutral. Damit hat er sich ganz klar für das Thema Klima qualifiziert. Es ist ja auch allgemein bekannt, dass Veganer die besten Steakhouse-Führer schreiben…

(Abbildung: Screenshot Instagram)

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Sollte der Sprecher einer Partei, der u. a. für Energiepolitik tätig ist, nicht wenigstens rudimentäres Wissen in Naturwissenschaften haben? Es geht mal wieder um Oliver Krischer von den Grünen. Der beklagt sich am 14.02.2021, dass der Rursee in der Eifel nicht eingefroren war – trotz der großen Kälte (die es ja eigentlich gar nicht geben dürfte, bzw. doch wieder, weil es ja ein Zeichen von Wärme ist, wenn es kälter wird – aber das ist ein anderes Thema).

Ein See friert von oben nach unten zu, sowie von den Rändern nach innen. Zuvor muss das gesamte Wasser eines Sees aber maximal 4 Grad kalt sein. Bis das bei einem Stausee mit mehr als 70 Meter Wassertiefe passiert, dauert es eine gewisse Zeit. Eine Woche Frost reicht da meist nicht aus.

Vielleicht hat Krischer sich ja auch schon gewundert, warum Pfützen im Winter schon zugefroren sind oder auch überflutete Wiesen, während große Seen noch nicht zugefroren sind.

Jetzt weiß er es und warum seine Panik bezüglich des Rursees eigentlich nur seine eklatanten Lücken in Physik aufzeigt. Keine Sache ist zu blöd, um nicht für die Klimakrise Verwendung zu finden.

(Abbildung: Screenshot Twitter)

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Pressemitteilung der TU Dresden vom 5.2.2021:

Druckentlastung hebt Erdkruste: Wie Eismassenände­rung die Erde deformiert

Auf 79° nördlicher Breite liegt der Nioghalvfjerdsbræ. Forscherinnen und Forscher der TU Dresden und der TU Dänemark erzielten bei Untersuchungen in Nordost-Grönland, im Gebiet dieses gewaltigen Ausflussgletschers, der eine mehr als 70 km lange schwimmende Gletscherzunge ausbildet, bemerkenswerte Ergebnisse über die Veränderungen der regionalen Eismassen zwischen 2010 und 2017. Ihre aktuelle Studie veröffentlichte die Gruppe um Maria Kappelsberger im Journal of Geophysical Research: Earth Surface (JGR).

Neuartige Kombination von Satellitenverfahren

Basis der Analyse sind die Messungen an insgesamt 17 Stationen in Nordost-Grönland, an denen mittels GNSS (globales Navigationssatellitensystem zur Positionsbestimmung) präzise Positionsdaten erhoben werden. Zur Datenauswertung verwendeten die Forscherinnen und Forscher eine neuartige Kombination verschiedener Satellitenverfahren, die neben dem Eisschild auch die peripheren Gletscher und Eiskappen einbezieht. Auf diese Weise gelangten sie zu Aussagen über den Zusammenhang zwischen Eismassenverlust und den Deformationsraten der Erde: verschwindet das Eis und übt weniger Druck auf die elastische Erdkruste aus, verformt und hebt sie sich. Das prägt die Entwicklung des Meeresspiegels. „Unsere Studie liefert wichtige Erkenntnisse zur Wechselwirkung von Eismassenänderung und fester Erde in Nordost-Grönland“, sagt Dr. Mirko Scheinert, Projektleiter an der Professur für geodätische Erdsystemforschung.

Verlässliche Schätzungen

233 Milliarden Tonnen Eismasse gehen pro Jahr in ganz Grönland verloren – das entspricht im Verlauf der betrachteten sieben Jahre ungefähr 0,63 Promille der grönländischen Gesamteismasse. Verteilt man dieses freigesetzte Schmelzwasser gleichmäßig über der Fläche von Deutschland, würde man eine ungefähr 4,6 Meter mächtige Wasserschicht erhalten. Die resultierenden Effekte der Erdkruste lassen sich durch die Modellierung der glazial-isostatischen Ausgleichsprozesse (GIA) beschreiben. Dabei besteht die Herausforderung, die Komplexität der Vorgänge und Wechselwirkungen besser zu erfassen. Das in der Studie angewandte Verfahren ermöglicht eine verfeinerte Bewertung der GIA-Modellierungen und damit verbesserte Schätzung der Eismassenänderungsrate.

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Dietrich Bonhoeffer:

Der gefährlichere Feind des Guten

Dummheit ist ein gefährlicherer Feind des Guten als Bosheit.
Gegen das Böse läßt sich protestieren, es läßt sich
bloßstellen, es läßt sich notfalls mit Gewalt verhindern, das
Böse trägt immer den Keim der Selbstzersetzung in sich, indem
es mindestens ein Unbehagen im Menschen zurückläßt. Gegen
die Dummheit sind wir wehrlos. Weder mit Protesten noch mit
Gewalt läßt sich hier etwas ausrichten; Gründe verfangen
nicht; Tatsachen, die dem eigenen Vorurteil widersprechen,
brauchen einfach nicht geglaubt zu werden – in solchen Fällen
wird der Dumme sogar kritisch, und wenn sie unausweichlich
sind, können sie einfach als nichtssagende Einzelfälle beiseite
geschoben werden. Dabei ist der Dumme im Unterschied zum
Bösen restlos mit sich selbst zufrieden, ja, er wird sogar gefährlich,
indem er leicht gereizt zum Angriff übergeht. Daher ist
dem Dummen gegenüber mehr Vorsicht geboten als gegenüber
dem Bösen. …
Bei genauerem Zusehen zeigt sich, daß jede starke äußere
Machtentfaltung, sei sie politischer oder religiöser Art einen
großen Teil der Menschen mit Dummheit schlägt.

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Focus am 18.2.2021:

„Größte autoreduzierte Innenstadt der Welt“: Berliner Initiative will nur noch 12 private Autofahrten pro Jahr erlauben

Eine Berliner Bürgerinitiative will den Autoverkehr innerhalb des S-Bahn-Ringes weitgehend verbieten und hat dazu am Donnerstag einen Gesetzentwurf vorgelegt. Bürger sollen demnach nur „bis zu zwölfmal im Jahr“ ein Kraftfahrzeug privat nutzen dürfen – und zwar zum Transport schwerer oder sperriger Güter oder für Urlaubsfahrten.

Weiterlesen im Focus

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Deutschlandfunk am 17.2.2021:

Tödliche Windräder: Vogelschlag-Risiko europaweit minimierbar

Immer wieder sterben Vögel durch Kollisionen mit Windkraftanlagen. Britische Forscher haben anhand zahlreicher Studien Routen und Flughöhen von Zugvögeln verglichen. Den Wissenschaftlern zufolge könnte die EU vor allem auf potenzielle Risikostandorte leicht verzichten.

Weiterlesen beim Deutschlandfunk

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Inside Paradeplatz am 20.2.2021:

Corona-Diktatur als Training für Klima-Diktatur

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Julian Nida-Rümelin am 17.2.2021 in der Welt:

Wissenschaft & Politik: Die Ideologisierung der Corona-Krise

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Mitdenken 761:

Klima-Alarmisten in Erklärungsnot: Texanische Windanlagen eingefroren-Millionen ohne Strom – Sonnenminimum bringt Kältezeit

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Roger Letsch am 17.2.2021 auf Achgut:

Gates und die Kernkraft: Faktencheckerin Claudia geladen

Zugegeben, es ist meist langweilig, Bill Gates zuzuhören, einem Mann mit zu viel Zeit, zu viel Geld und zu viel Sendungsbewusstsein. Dass er sich nun nach der Weltimpfung dem Weltklima rettend zuwenden will, bereitet mir auch einige Sorgen. Und nicht nur mir griesgrämigem Weltklimarettungsskeptiker. Wie ein Fuchs, der in den Hühnerstall gefahren ist, hat Gates nämlich eine ketzerische Idee verbreitet, über die unsere EEG-gemästeten Energiewender nun schnell eine dicke Decke gönnerhafter Korrekturen werfen müssen. Gates glaubt nämlich daran und erzählt nun uns, das Klima lasse sich mit Hilfe der Kernkraft retten. How dare you!

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via Kalte Sonne

 von Kalte Sonne