Man kann gar nicht schräg genug denken, um auf gewisse Ideen zu kommen. Ein Beispiel dafür ist der Grüne Landtags-Abgeordnete in NRW Norwich Rüße. Der postete anlässlich der Landung eines Rovers auf dem Mars ein Bild der Erde mit dem Claim, es gibt keinen Planet B. Die Kritik von Rüße richtet sich an die Weltraumfahrt, der Grüne kann offenbar nicht verstehen, warum man auf einen Planeten fliegt, auf dem Temperaturen von Minus 60 Grad herrschen. Glaubt der Grüne, man wolle den Mars jetzt kolonisieren? Das Bild der Erde wurde vom Weltraum (!) aus aufgenommen. Es sieht aus, wie ein bearbeitetes Satellitenbild. Wie hätte das wohl ohne Raumfahrt aufgenommen werden können? Es ist offensichtlich nichts blöd genug, um es nicht mit dem Thema Klima in Verbindung zu bringen.

(Abbildung: Screenshot Twitter)

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Aral Pulse nennt sich ein Projekt, bei dem man zukünftig an Aral Tankstellen ein E-Auto sehr schnell laden kann. Das hat seinen Preis, auf ca. 10 Euro kommt man dann für eine Reichweite von 100 km. Weiterlesen bei Inside-Digital.

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Einer der seltenen gelungenen Kommentare beim Spiegel zum neuen Grünen Thema Einzelhaus-Scham. Er stammt von Thomas Fricke.

„Natürlich ist schon der Verdacht irre, in einem Land das Häuslebauen zur klimatisch unmoralischen Sache zu erklären, in dem etliche Familien danach streben, die Kinder im eigenen Garten spielen zu sehen – oder in der eigenen Immobilie eine der derzeit verbliebenen Möglichkeiten wähnen, das Ersparte gut fürs Alter anzulegen. Im Grünen, was ja eigentlich auch das Fachgebiet der Partei von Herrn Hofreiter ist.“

Zum Kommentar geht es hier lang.

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Spanische Regulierungsbehörden haben die Laufzeit eines Reaktors nahe Valencia bis zum Jahr 2030 verlängert. Der Reaktor ist seit 1985 in Betrieb. Zur Nachricht bei World Nuclear News bitte hier klicken.

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Flugscham 2.0. Der US-Schriftsteller T.C. Boyle erklärt kurzerhand alle Menschen für verrückt, die nach der Corona-Pandemie noch ein Flugzeug benutzen. Weiterlesen in der WELT.

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Die Energiewende ist gescheitert, sagt Björn Peters (promovierter Physiker) beim Umwelt Watchblog.

„Die Energiewende sollte nach anfänglich hohen Investitionskosten zu einer baldigen Reduktion der volkswirtschaftlichen Energiekosten führen. Davon ist nichts zu spüren, was wiederum systemimmanent ist. Wenn man sich vom Wetter abhängig macht, kann man nicht gleichzeitig erwarten, dass die Vollversorgung gelingt. Damit diese erreichbar wird, benötigt es gewaltiger Investitionen in andere Infrastruktur, die die Kosten eines rein auf thermischen Kraftwerken basierenden Energieerzeugungssystems immer verdoppeln werden. (Mit Speichern ist es eher eine Vervielfachung der Kosten.)“

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Der Ausfall seiner Windkraftanlagen nach dem Wintereinbruch in Texas könnte RWE sehr viel Geld kosten. Laut WIWO könnte es ein dreistelliger Millionenbetrag werden. Der Grünen-Politiker Oliver Krischer versucht derweil die Quadratur des Kreises und gibt anderen Stromquellen die Schuld am Zusammenbruch der Stromversorgung in Texas. Warum fragt man sich, muss RWE dann so viel Geld für den Ausfall seiner Windkraftanlagen in Texas bezahlen? Da Krischer von Deutschland spricht, wieso kennen hier die Kosten zur Netzstabilisierung nur einen Weg, nämlich nach oben? Ein stabiles Netz braucht solche Stabilisierungsmaßnahmen nicht. Woher stammen dann die Kosten? Man kennt diese Argumentation von Grünen: Haltet den Dieb, rief der Dieb und lief in die andere Richtung davon.

(Abbildung Screenshot Twitter)

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WMO am 9.2.2021:

La Niña has peaked, but impacts continue

The 2020-2021 La Niña event has passed its peak, but impacts on temperatures, precipitation and storm patterns continue, according to a new update from the World Meteorological Organization (WMO). Despite the general cooling influence of La Niña events, land temperatures are expected to be above-normal for most parts of the globe in February-April 2021.

La Niña appears to have peaked in October-November as a moderate strength event. There is a 65% likelihood that it will persist during February-April, with a 70% chance that the tropical Pacific will return to ENSO-neutral conditions by the April-June 2021 season, according to WMO’s El Niño-La Niña Update

Weiterlesen bei der WMO

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PM der Uni Basel am 25.1.2021:

Antiker Klimawandel: Massenauswanderung wegen Wassermangel

Ausbleibender Monsunregen in den Quellregionen des Nils ist die Ursache der Auswanderungen und des Niedergangs ganzer Siedlungen in der spätantiken römischen Provinz Ägypten. Diese Bevölkerungsentwicklung hat die Althistorikerin Sabine Huebner von der Universität Basel erstmals mit Umweltdaten verglichen – und ist auf eine frühe Klimaveränderung samt ihren Folgen gestossen.

Das oasenartige Fayum-Gebiet rund 130 Kilometer südwestlich von Kairo galt als die Kornkammer des römischen Reichs. Doch am Ende des 3. Jahrhunderts n. Chr. verfielen dort mehrere ehemals blühende Siedlungen und wurden von den Menschen schliesslich aufgegeben. Grund dafür waren Probleme bei der Bewässerung der Felder, wie aus bisherigen Ausgrabungen und zeitgenössischen Papyri hervorgeht. Dokumentiert sind auch Versuche der Bauern, sich der Trockenheit und der Versteppung des Ackerlands anzupassen, etwa durch Anpassung der Landwirtschaft.

Vulkanausbruch und Monsunregen

Nun zeigt die Basler Althistorikerin Prof. Dr. Sabine R. Huebner im US-Fachblatt «Studies in Late Antiquity», dass sich verändernde Umweltbedingungen hinter dieser Entwicklung standen. Bestehende Klimadaten weisen darauf hin, dass sich der Monsunregen in den Quellgebieten des Nils im äthiopischen Hochland plötzlich und andauernd abschwächte. Die Folge davon waren niedrigere Hochwasserstände des Stroms im Sommer. Dies belegen geologische Sedimente aus dem Nildelta, dem Fayum und dem äthiopischen Hochland, die langjährige Klimadaten über den Monsun und den Wasserstand des Nils liefern.

Vermutlich ebenfalls eine Rolle gespielt hat dabei ein starker tropischer Vulkanausbruch um 266 n. Chr., der im Folgejahr eine unterdurchschnittlich schwache Nilflut mit sich brachte. Grössere Eruptionen sind aus Schwefelsäureablagerungen in Eisbohrkernen aus Grönland und der Antarktis bekannt und bis auf drei Jahre genau datierbar. Dabei führen jeweils bis in die Stratosphäre geschleuderte Teilchen zu einer Klimaabkühlung und bringen dadurch das lokale Monsunsystem durcheinander.

Neues Wissen über Klima, Umwelt und Gesellschaft

Im 3. Jahrhundert n. Chr. war das ganze römische Reich von Krisen betroffen, die in der Provinz Ägypten durch über 26’000 erhaltene beschriebene Papyri relativ gut dokumentiert sind. Für das Fayum-Gebiet finden sich darauf Aufzeichnungen von Bewohnern, die wegen der Wasserknappheit Wein statt Getreide anbauten oder auf Schafhaltung umstellten. Andere beschuldigten ihre Nachbarn des Wasserdiebstahls oder wandten sich für Steuererleichterungen an die römischen Behörden. Diese und weitere Anpassungsstrategien der Bevölkerung zögerten das Sterben der Dörfer über mehrere Jahrzehnte hinaus.

«Wie auch heute waren die Folgen des Klimawandels nicht überall die gleichen», kommentiert Huebner die Resultate. Während Regionen an den Rändern der Wüste stark mit der Trockenheit konfrontiert waren, hätten andere von den Zuzügen aus den aufgegebenen Dörfern eher profitiert. «Neues Wissen über das Zusammenwirken von Klima, Umweltveränderungen und gesellschaftlichen Entwicklungen ist daher hoch aktuell.» Der Klimawandel der Spätantike wurde indes nicht – wie der heutige – überwiegend vom Menschen verursacht, sondern beruhte auf natürlichen Schwankungen.

Originalpublikation: Sabine R. Huebner: Climate Change in the Breadbasket of the Roman Empire – Explaining the Decline of the Fayum Villages in the Third Century CE, Studies in Late Antiquity (2020), doi: 10.1525/sla.2020.4.4.486

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