Holz ist die neue Kohle – Staffel 9, Folge 8: Ein Artikel auf der Seite energiezukunft.eu behandelt das Thema.

„Ein Forscherteam hat im Auftrag der Europäischen Kommission eine Bestandsaufnahme über die Nutzung der Waldbiomasse zur Energieerzeugung veröffentlicht. Weil Wälder Kohlenstoff speichern und bei der Nutzung von Holzbiomasse Kohlenstoff freigesetzt wird, ist eine Bilanzierung der Kohlenstoffströme eine wichtige Grundlage für die künftige Klima- und Energiepolitik der EU. Ein Ziel ist auch, eindeutige Kriterien für nachhaltige Bioenergie zu definieren. Die Erkenntnis, dass nicht jede Art von Biomasse und deren Verwendung nachhaltig ist, fordert neue Regularien.“

[…] „Die Analyse verweist auf einen anderen wunden Punkt. Die quantitativen Daten zeigen beträchtliche Inkonsistenzen. Die statistischen Angaben zu den verarbeiteten Holzmengen sind größer als die gemeldeten Entnahmen oder Importe.  Mit anderen Worten: bei rund 20 Prozent des verarbeiteten Holzes ist die Herkunft unklar.“

Zum Artikel bitte hier entlang.

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Sehr unglücklicher Zeitpunkt. Strenger Frost und nun fällt in Nürnberg ein Großkraftwerk, welches Teile der Stadt mit Fernwärme versorgt, nach einem Brand aus. Die Stadt ruft den Katastrophenfall aus. Weiterlesen bei br.de

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Studie sieht kaum Potenzial für Windräder in Staatsforsten in Bayern. Zum kurzen Artikel beim br geht es hier.

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Im Goldrausch von Alaska zogen Kolonnen von Menschen mit Schaufeln und Waschtellern in den hohen Norden der USA, um reich zu werden. Goldgräberstimmung scheint es auch in der Batteriebranche zu geben. Zahlreiche Fabriken entstehen in Europa, auch in Deutschland. Sieben deutsche Projekte für eine Batterieproduktion hat Enformer, der Energieblog von RWE jetzt vorgestellt. Interessant ist, dass auch asiatische Hersteller eine Produktion in Deutschland planen. Die geplante Produktion von Tesla überragt alle andere Projekte. Den Artikel gibt es hier.

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Wie steht es um die Dürre im deutschen Boden in 2021? Laut DWD lag der Januar 2021 25% über dem langjährigen Mittel 1961-1990 was den Niederschlag anging. Aber auch in der Betrachtung der letzten 20 Jahre waren es noch ca. 15% mehr. Es gab also eindeutig mehr Niederschläge in Deutschland im Januar 2021.

Das schlägt sich auf beim Dürremonitor des Helmholtzzentrum für Umweltforschung durch. Die Animation zeigt zum 01.02.2021 erheblich weniger gelbe oder rote Flecken im Oberboden. Da auch der Februar 2021 mehr Niederschläge haben könnte (Erfurt hat z. B. 153% seines Sollwertes für Februar bereits am 08.02.2021 erreicht) könnte sich die Situation für die Böden weiter verbessern. Bis das Wasser auch tiefere Schichten erreicht hat, wird allerdings noch einige Zeit vergehen.

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Nicht nur die Nacht oder eine Windstille beeinflussen die Produktion von Sonnen- oder Windstrom. Schnee kann Photovoltaikanlagen erheblich beeinflussen, weil kein oder weniger Licht mehr durchdringt. Aber auch verreiste Windkraftanlagen können problematisch sein. Aus gutem Grund werden sie abgeschaltet, weil das Eis sehr weit fliegen könnte, wenn es sich löst. Eis lässt die Stromausbeute aber auch so sinken, weil sich die aerodynamischen Eigenschaften der Flügel ändern. Schon im Jahr 2014 gab es beim Deutschlandfunk einen Artikel darüber.

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Einer ganz großen Sache ist die Deutsche Umwelthilfe DUH auf Spur. Sie veröffentlichte interne Papiere der Bundesrepublik in Sachen Flüssiggas-Terminals an der deutschen Nordseeküste. Dort geht es auch im finanzielle Beteiligung durch den Bund. Vermutlich wundern sich die DUH Investigativ-Journalisten, warum die spektakuläre Veröffentlichung nur mäßiges Interesse findet. Ob es daran liegt, dass das Manager Magazin die Geschichte schon letztes Jahr im September gebracht hat? Mit einer Zeitung von gestern kann man allenfalls Fische einpacken, sagt eine alte Journalisten-Weisheit. Mit veralteten News ist es ebenso. Wer mehr über das Geschäftsmodell der DUH erfahren möchte, dem sei ein Artikel aus Capital empfohlen.

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Der Klimawandel bringt ganz neue Berufsfelder hervor. Einer der neuen Berufe ist der Klima-Psychologe. Glauben Sie nicht? Hier steht es.

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Experten der WHO können nicht zweifelsfrei klären, was Wissenschaftler des Potsdam Institut für Klimafolgenforschung längst wissen. Laut deutschem Ärzteblatt ist nach wie nicht klar, welche Tierart das COVID Virus zum Menschen getragen hat. Für das PIK allerdings schon, es waren Fledermäuse und es war der menschengemacht Klimawandel, der zu besseren Lebensbedingungen geführt hat für die Tiere. Wir berichteten. Wenn bereits die Ausgangsbasis so unklar ist, wie kann man ein ganzes Studienkonstrukt darauf stützen? Irgendwie wirkt diese PIK Studie wie der Versuch die Themen Klima und COVID zwangszuverheiraten, weil der eigene Schwerpunkt in den Hintergrund rückt.

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Andreas Rebers predigt für die Umwelt – oder? | SWR Spätschicht

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Leserkommentar zum Blog-Artikel „Eine neue Generation sicherer Kernenergie: Der Schlüssel zur Dekarbonisierung?“:

„Zusätzlich sehr informativ ist auch der Film: Thorium, Atomkraft ohne Risiko?!  Hier wird unter anderem auch auf den militärischen Hintergrund der Entwicklung von Kernspaltungsreaktoren eingegangen. Anhand der Lebensgeschichte von Alvin Weinberg, wird auf die Historie der Kernenergie, besonders in den USA, vor dem Hintergrund des kalten Krieges eingegangen. Und es stimmt: auch der MSR war eine militärisch motivierte Entwicklung. Leider wurde dieses Prinzip, welches zur zivilen Stromerzeugung viel besser geeignet ist, nicht weiter verfolgt, obwohl Weinberg Zeit seines Lebens dafür kämpfte. Viele Experten kritisieren den genannten DFR als nicht realisierbar. Nun, mann müsste mal versuchen ihn zu bauen. Nur dann kann man diese Streitfrage abschließend beantworten. Fakt ist jedoch: der MSR, der als Vorläufer des DFR zu bezeichnen ist, wurde in den USA in den 60 ern schon gebaut und mehrere Jahre lang, sehr erfolgreich als Versuchsreaktor betrieben. Allein dieser, ist den Druck- Leichtwasserreaktoren, in jeder erdenklichen Hinsicht weit überlegen.“

Leserkommentar von Uwe Pilgram zum Blogartikel „Grün? Tesla investiert massiv in klimaschädliche Bitcoins“:

„Natürlich investiert Tesla mit Bitcoins grün. Wenn der Preis der Bitcoins in Dollar steigt, werden die verkauft und voilà, Dollarnoten sind grün.“

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Staunen und wundern. Wenn man sich die Webseite des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung ansieht, dann kommt man schon ins Grübeln. Vor allem bei den Wochenberichten der KW 06/2020. Es ist zunächst einmal erstaunlich, mit was sich ein Wirtschaftsforschungsinstitut so alles beschäftigt.

(Abbildung: Screenshot Webseite DIW)

Spontan fühlt man sich an Loriot erinnert, der in Papa ante Portas eine Vorstandssitzung aufs Korn nimmt. Der Verein, in dem Heinrich Lohse (dargestellt von Loriot) Schriftführer ist, diskutiert über die Integration der Begriffe Frau und Umwelt in den Karnevalsgedanken. Zu sehen ist diese Sitzung bei YouTube. Ähnlichkeiten wären aber wohl rein zufällig. Aber dann wird es interessant, denn auch Claudia Kemfert hat einen Kommentar zum CO2 Preis auf der Seite, der ebenfalls im Handelsblatt erschienen ist. Sie beklagt darin, dass Besserverdienende die Umwelt stärker belasten, weil die ja immer mehrere Häuser haben, in der Regel viel fliegen und sowieso alle SUV fahren. Man könnte auch sagen, Reiche sind Umweltsäue.

Denen würde ein hoher CO2 Preis aber leider nichts ausmachen. Den ärmeren Menschen aber glücklicherweise auch nicht, denn die verhielten sich laut Kemfert viel umweltbewusster und ressourcenschonender. Nun mag man sich als gut bezahlte Angestellte wie Frau Kemfert vielleicht nicht immer in die Situation eines ärmeren Menschen hineinversetzen können. Aber sagt nicht der gesunde Menschenverstand, den auch eine Professorin haben sollte, dass die Mehrbelastung durch eine CO2 Bepreisung ärmere Menschen viel mehr trifft als Reiche?

Wer bereits jetzt einen beträchtlichen Anteil seines Einkommens für z. B. Heizen oder Kraftstoffe ausgibt, den trifft eine Erhöhung durch eine CO2 Bepreisung ungleich höher als jemand, der diese Ausgabe ohnehin kaum spürt. Und zukünftig sollen die Menschen die Preise noch viel mehr spüren, denn die Ökonomin plädiert für einen CO2 Preis, der mehr als 6 mal höher ist als der jetzige Startpreis.

Arme Menschen, wird sie sich vielleicht denken, werden das nicht spüren, die heizen kaum und fahren alle PKWs mit sehr niedrigem Verbrauch oder gehen zu gleich Fuß. Arme Menschen haben auch alle die Mietwohnung top gedämmt und verzichten aus Umweltgründen auf jeglichen Urlaub. Von daher, Feuer frei für eine höhere CO2 Bepreisung.

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Die WHO forscht noch, das PIK weiß es aber schon. Der Klimawandel durch CO2 hat die COVID 19 Pandemie quasi im Alleingang in die Welt gesetzt. CO2 hat danach eine Gegend Chinas im Grenzgebiet zu Myanmar und Laos so ergrünen lassen, dass Fledermäuse sich prächtig vermehrt haben und diese Fledermäuse sollen der Ursprung des neuartigen Virus sein. Wie das Virus dann aber die 1.000 Km von dem Anstammungsgebiet bis nach Wuhan zurückgelegt hat, bleibt das große Rätsel oder soll man sagen der Schwachpunkt der These? Das Ärzteblatt berichtet und bleibt wenigstens im Konjunktiv in seiner Überschrift, andere Medien übernahmen die PIK These als Fakt.

„Robert Beyer vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und Mitarbeiter der Universität Cambridge kommen in ihren Berechnungen zu dem Schluss, dass die Artenvielfalt von Fledermäusen in verschiedenen Regionen der Erde zugenommen haben könnte. Die Studie beruht allein auf Berech­nungen, Daten zur Veränderung der Artenvielfalt bei Fledermäusen standen ihnen nicht zur Verfügung.“

Wohlgemerkt, Daten zur Artenvielfalt bei Fledermäusen standen Ihnen nicht zur Verfügung. Es war offensichtlich niemand in dem Gebiet und hat gezählt, beobachtet und protokolliert sondern lediglich berechnet. Es erinnert etwas an die legendäre NDR-Comedyserie „Neues aus Stenkelfeld“ und die Episode „Die Inspektionsrechnung“ (Unbedingt anhören!) Dort sagt der Leiter einer KFZ Werkstatt, die Wirklichkeit interessiere ihn nicht, für ihn zählt nur, was sein könnte. Kritik an den PIK Thesen gab es bei Carbonbrief.

„Dr Dann Mitchell – joint Met Office chair in climate hazards at the University of Bristol, who was not involved in the study – tells Carbon Brief about issues with the climate data used: “Using some of our best climate observations, the authors identify a strong climate-driven signal over Myanmar and Laos, but there will be large uncertainties associated with variables such as cloud cover in that region, especially 100 years ago in South Asia – there is a lot of missing data there.””     … “Dr Matthew Struebig, from the University of Kent, is a member of the group, and warns that this map distribution data is “grossly insufficient”. He adds:

“Many species are not fully assessed, and too many are so poorly known they are only documented as a few dots on a map. Very little is known about optimum or preferred vegetation types – especially in the region highlighted in this study.

The study estimates the bat fauna of southern China and neighbouring countries increased by a whopping 40+ species in around 120 years. To put that into perspective, that would mean the number of bat species in Myanmar doubled in little over a century. Simply looking back at old species accounts and ecological studies from the region shows this simply did not happen.”

He adds that he is “sceptical of the link” between climate change and bat distribution change, and that the study makes “too many assumptions for me to conclude that climate change could have increased the likelihood of the pandemic occurring in this way”.”

Tröstlich ist allerdings, dass solche Übertragung von Fledermäusen auf den Menschen in Deutschland eher unwahrscheinlich sind. Hier sorgen über 30.000 Windkraftanlagen dafür, dass die Populationen an Fledermäusen gering gehalten wird.

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War das nun besonders glückliches oder eher unglückliches Timing? Am 22.01.2021 demonstrierten Anhänger von Fridays For Future (FFF) in Hannover.
Der NDR berichtete.

„In Hannover sei es unmöglich geworden, Schlitten zu fahren, weil es keinen Schnee mehr gebe. Der fehlende Schnee stehe dabei stellvertretend für die weiter voranschreitende Klimaerwärmung, sagte die Organisatorin der Aktion, Carola Lienenklaus.“

Nun wissen wir ja mittlerweile, dass es kälter wird, weil es wärmer wird. Das hatte die Aktivistin wohl nicht bedacht. Kaum 10 Tage später brach in Hannover der öffentliche Nahverkehr zusammen, aber auch der Fernverkehr, der Grund: Schnee und Eis. Die Aktivisten hätten zu diesem Zeitpunkt ihre Schlitten sicherlich besser einsetzen können.

Der Beitrag Fridays for Future: Können wegen Schneemangel kein Schlitten fahren erschien zuerst auf Kalte Sonne.

via Kalte Sonne

 von Kalte Sonne