Groß-Britannien prüft den Einsatz von Gezeitenkraftwerken. Weitere Informationen zu den Planungen gibt es bei Enformer, den Energieblog von RWE.

„Dass man gerade in Großbritannien immer wieder über die Nutzung der Meereskraft nachdenkt ist kein Zufall, schließlich ist das Land von Meer umgeben. Eine Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die britischen Meere etwa die Hälfte des europäischen Meereskraftpotenzials bergen. Das theoretische Stromerzeugungspotenzial liegt demnach bei 285 Terawattstunden pro Jahr. Das würde genügen, um fast 90 Prozent des britischen Stromverbrauchs zu decken.“

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Das Energiewetter von Enformer für den 25.01.2021 um 12:00 Uhr. Wind kommt bei der Stromgewinnung auf weniger als 4% in Deutschland.

(Abbildung: Screenshot en-former.com)

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Was Sie schon immer über Rückkopplungen wissen wollten, aber nicht zu fragen wagten. So oder so ähnlich ist ein Artikel über diese Effekte im Spiegel zu verstehen. Man höre und staune, es wird sogar ein positiver Effekt gefunden neben den ganzen negativen Kopplungen. Wir lernen aber vom Spiegel ansonsten: es wird eigentlich immer schlimmer. Weiterlesen beim SPIEGEL.

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Auweiha, das Thema Ökozid wabert immer noch durch die Gegend. Man fragt sich, ob dann das Roden von Wäldern, um dort Windkraftanlage zu errichten oder das Verfeuern Wäldern, weil man es fälschlicherweise für nachhaltig hält, auch strafbar werden? Oder was ist mit durch Windkraftanlagen getöteten Vögeln und Insekten?

(Abbildung: Screenshot Twitter)

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Das englische Pendant zu Mojib Latif ist David Viner vom Climate Research Unit der University of East Anglia. Er hatte im Jahr 2000 erklärt, dass Schnee so selten wird in Groß Britannien, dass Kinder ihn nicht mehr kennen werden. Man kann solche Aussagen machen, aber dann darf man sich nicht wundern, wenn einem die Fehlprognosen später unter die Nase gerieben werden.

(Abbildung: Screenshot Ventusky, Schneebedeckung)

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An der Ostsee-Pipeline Nordsteam 2 wird weitergebaut. Das russische Verlegeschiff Fortuna befindet sich vor Dänemark und arbeitet weiter an der Fertigstellung der Gasleitung. Weiterlesen bei der Tagesschau.

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Axel Robert Göhring am 12.1.2021 auf EIKE:

Hamburger Konferenz „Klima und Entwicklung“ 1988 – der politisch gemachte Klimawandel wird seit langem vorbereitet

Der geneigte EIKE-Leser weiß, daß das Narrativ vom menschgemachten Klimawandel in der Version der Heißzeit schon Jahrzehnte vor Schellnhuber, Al Gore und Greta Thunberg gestrickt wurde. Aber seit wann wurde die Hysterie in Westdeutschland konkret politisch eingeschlichen? Der Nachlaß unseres Referenten Horst Borchert liefert erstaunliche Einsichten.

Daß der „Klimawandel“ in der Eiszeit-Version seit Anfang 1970 von der (west-)deutschen Presse wie dem Spiegel propagiert wurde, ist unter informierten Klima-Journalisten Legion.

Daß die Massenmedien in den 1980ern radikal umschwenkten und nun von einer beginnenden Heißzeit warnten, ist spätestens seit dem legendären Spiegel-Titel mit dem in der Nordsee bzw. dem Mittelmeer versinkenden Kölner Dom klar.

Unser Referent Dr. Horst Borchert, leider schon 2015 verstorben, war als physikalischer Direktor im Umweltministerium von Rheinland-Pfalz schon in den 1970er Jahren unter Klaus Töpfer damit betraut, ein zentrales Immisions-Meßnetz (ZIMEN) im gesamten Bundesland aufzubauen und zu betreiben. Als quasi-amtlicher Umweltschützer wurde Dr. Borchert gern zu Kongressen und ähnlichen Treffen eingeladen, in denen es seit den 80ern auch um „Klimaschutz“ ging. In seinem wissenschaftlichen Nachlaß finden sich daher die Redebeiträge zur Welt-Konferenz Klima und Entwicklung in Hamburg vom 7. Bis 10. November 1988, die von der Anwesenheit Willy Brandts und der Schirmherrschaft Richard von Weizsäckers geadelt wurde.

Unter den Teilnehmerländern fanden sich damals schon etliche Staaten aus allen Ecken der Welt, ob kapitalistisch, sozialistisch, westlich, islamisch, Industrie- oder Entwicklungsland. Sogar die DDR und die Sowjetunion waren mit an Bord. Und, natürlich ganz wichtig, die damals schon omnipräsenten Akademiker-Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, die Moral-NGOs, vor allem Greenpeace, das die spätere Umweltministerin Monika Griefahn vor Ort hatte. Man sieht – die rührige internationale Klimakonferenz 2018 in Polen, auf der Greta Thunberg inthronisiert wurde, war überhaupt nichts Neues.

Was waren die Themen der Konferenz, wer machte mit? Die große Überschrift lautete: Klimaveränderungen, Klimaschwankungen und ihre sozialen, ökonomischen und technologischen Konsequenzen.

Weiterlesen auf EIKE

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Novo Argumente Heft 131:

Schluss mit der Klimakrise

Problemlösung statt Katastrophenbeschwörung

Die aktuelle Klimarettung präsentiert sich als Kombination aus Katastrophenbeschwörung und utopischer Hoffnung auf Erlösung durch Wind, Sonne, Elektroautos und Veggie-Burger. Wir müssen weg von solchen vollkommen realitätsfernen Inszenierungen. Und hin zu einer von ernsthaftem Wollen und Forschen getragenen Gestaltung der Welt. Unser Ziel sollte es sein, zehn Milliarden Menschen ein Leben in dem Wohlstand zu ermöglichen, wie ihn heute die westliche Mittelschicht genießt. Mit Autos, mit Flugreisen, mit Fleisch und mit Klimaanlagen. Dafür wird der globale Energieverbrauch trotz weiterer Effizienzgewinne noch deutlich steigen müssen. Die Temperatur des Planeten müssen wir im Auge behalten. Bis Ende des Jahrhunderts sollten wir zu einer aktiven Kontrolle und gezielten Beeinflussung des Klimas übergehen. Die Autoren dieses Buches zeigen, dass die Herausforderung bewältigt werden kann – und es noch lange nicht zu spät ist.

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Pressemitteilung des Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte, Jena vom 8.1.2021:

Urmenschen meisterten Umweltveränderungen

Frühmenschen verfügten schon vor rund zwei Millionen Jahren über Fähigkeiten und Werkzeuge zur Anpassung an vielfältige Lebensräume

Die UNESCO-Welterbestätte Oldupai-Schlucht im Norden Tansanias ist als „Wiege der Menschheit“, bekannt. Neue interdisziplinäre Feldforschung führte nun zur Entdeckung der bislang ältesten archäologischen Stätte in der Schlucht. Frühe Menschen nutzten dort über einen Zeitraum von 200.000 Jahren vielfältige Lebensräume, die immer wieder ökologischen Veränderungen unterworfen waren.

Mit einer Vielzahl an archäologischen Befunden von ausgestorbenen menschlichen Arten, deren Alter sich über einen Zeitraum von mehreren Millionen Jahren erstreckt, eignet sich der Ostafrikanische Graben besonders gut zur Erforschung des Ursprungs der Menschheit. Trotz mehr als einem Jahrhundert archäologischer und paläontologischer Forschung blieb jedoch der ökologische Kontext, in dem diese frühen Menschen lebten, nur schwer fassbar. Insbesondere fehlte es an ökologischen Studien in direkter Verbindung mit kulturellen Überresten.

Für die neue Studie arbeiteten Forschende des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte, der Universität Calgary (Kanada) und der Universität von Dar es Salaam (Tansania) zusammen, um gemeinsam die Ausgrabungsstätte „Ewass Oldupa“ freizulegen. Die Ausgrabungen förderten rund zwei Millionen Jahre alte Steinwerkzeuge zu Tage – die ältesten, die bislang in der Oldupai-Schlucht gefunden wurden. Ausgrabungen in langen Sequenzen geschichteter Sedimente und datierten vulkanischen Horizonten geben Hinweise, dass Hominini von etwa 2 bis 1,8 Millionen Jahren vor unserer Zeit in Ewass Oldupai lebten.

Die Untersuchung der Fossilien von Säugetieren (wilden Rindern und Schweinen, Flusspferden, Panthern, Löwen, Hyänen und Primaten), von Reptilien sowie Vögeln, offenbarte zusammen mit einer Reihe weiterer multidisziplinärer Studien, mehrere Veränderungen des Lebensraums in diesen 200.000 Jahren. Es änderten sich Fluss- und Seensysteme, Farnwiesen, strukturierte Waldflächen, natürlich abgebrannte Landflächen, Palmenhaine an Seeufern und trockene Steppenlandschaften. Die Daten belegen eine periodische und wiederholte Nutzung einiger Lebensräume, unterbrochen von Phasen, in denen es keine menschlichen Aktivitäten gab.

„Die Besiedlung von unterschiedlichen und instabilen Umgebungen, auch nach vulkanischen Aktivitäten, ist eines der frühesten Beispiele für Anpassungen an einschneidende ökologische Veränderungen“, erklärt Pastory Bushozi von der Universität Dar es Salaam, Tansania.

Die Besiedlung sich verändernder und gestörter Umgebungen durch Frühmenschen ist für diesen frühen Zeitraum einzigartig und beweist komplexe Verhaltensanpassungen der frühen menschlichen Gruppen. Trotz der sich wandelnden Lebensräume änderten die frühen Menschen ihre Werkzeuge nicht grundlegend, ihre Techniken blieb über die Zeit gleich. Bezeichnend für ihre Vielseitigkeit sind die typischen Oldowan-Steinwerkzeuge, die aus Kiesel- und Geröllkernen sowie Steinsplittern und Mehrkantsteinen bestehen und auch weiterverwendet wurden, als sich die Lebensräume veränderten. Dies lässt darauf schließen, dass frühe Menschen schon vor zwei Millionen Jahren in der Lage waren, kontinuierlich und regelmäßig, eine Vielzahl von Lebensräumen zu nutzen und mithilfe zuverlässiger Steinwerkzeuge Pflanzen zu verarbeiten und Tiere zu schlachten.

In Ewass Oldupa wurden bislang noch keine menschlichen Fossilien entdeckt, doch nur 350 Meter entfernt wurden Fossilien von Homo habilis in 1,82 Millionen Jahren alten Ablagerungen gefunden. Ob Homo habilis sich tatsächlich in Ewass Oldupa aufhielt, lässt sich nur schwer belegen, aber Julio Mercader von der Universität Calgary betont, „dass diese frühen Menschen mit hoher Wahrscheinlichkeit die Landschaft großflächig durchstreiften und entlang der Ufer alter Seen zogen“. Wie Mercader anmerkt, schließe dies nicht die Möglichkeit aus, dass weitere Gruppen von Hominini, etwa aus der Gruppe der Australopithecina, ebenfalls Steinwerkzeuge in Ewass Oldupa herstellten und nutzten. So ist beispielsweise bekannt, dass die Gattung der Paranthropus zu dieser Zeit in der Oldupai-Schlucht lebte.

Die in der Oldupai-Schlucht und Ostafrika gewonnen Erkenntnisse deuten darauf hin, dass frühe menschliche Mobilität vor zwei Millionen Jahren in und sogar außerhalb Afrikas möglich war, da die frühen Menschen die Fähigkeit besaßen, ihren Lebensraum auf neuartige Ökosysteme auszudehnen. „Diese Verhaltensflexibilität entstand mit dem Beginn der Evolution unserer eigenen Gattung, Homo, und bereitete den Weg für eine spätere, invasive Ausbreitung des Homo sapiens“, erklärt Michael Petraglia vom Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte.

An der Studie beteiligt waren Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Universitäten Calgary, Manitoba, McMaster und Toronto (Kanada), der Universität Dar es Salaam und Iringa sowie des Ministeriums für natürliche Ressourcen und Tourismus (Tansania), dem Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte, dem Institut Català de Paleoecologia Humana i Evolució Social und dem Madrid Institute for Advanced Study (Spanien). Sämtliche Institutionen arbeiteten eng mit der Tanzania Commission for Science and Technology, der Division of Antiquities (MNRT) zusammen und wurden durch das Canadian Social Sciences and Humanities Research Council gefördert.

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