Wie gewonnen, so zerronnen. Da liefert der Wind über Weihnachten doch endlich einmal nennenswerte Mengen Strom, aber kaum ist das passiert, geht der Preis nicht nur in den Keller, er geht ins Negative. Deutschlands Nachbarn wird es freuen, die bekamen noch Geld dazu, wenn sie deutschen Strom abnahmen. Deutsche Verbraucher werden es anderes sehen, die zahlen nämlich so oder so. Letztlich haben die deutschen Strompreise weltweit Rekord-Niveau. Der Grund liegt in der Energiewende. Wer versucht, einen Markt und seine Preisbildung auszuhebeln, der darf sich über negative Preise nicht wundern, ebenso wenig darüber, dass uns keine anderen Länder bei diesem Weg folgen.

(Abbildung Agora Energiewende)

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Der deutsch-amerikanische Investor Peter Thiel (u.a. Facebook, Paypal, Palantir) spricht sich in einem Interview in der WELT für Nuklearenergie aus. Das Interview steht hinter einer Bezahlschranke.

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Der Co-Vorsitzende der Grünen, Robert Habeck, fordert schärfere Klimaziele für Deutschland. In der WELT erklärt Habeck, warum Deutschland das gerade erst von 40 auf 55% erhöhte Ziel 2030 auf 65% erhöhen sollte. Schneller, höher, weiter… Währenddessen träumt der Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach schon mal die Klimadiktatur, ebenfalls in der WELT.

„Somit benötigen wir Maßnahmen zur Bewältigung des Klimawandels, die analog zu den Einschränkungen der persönlichen Freiheit in der Pandemie-Bekämpfung sind. Ob das erreichbar ist, wage ich zunehmend zu bezweifeln.“

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Der Verein Fachagentur Windenergie an Land bilanziert die ersten drei Quartale 2020 in Sachen Windenergie in Deutschland.

„Die meisten neuen Windturbinen wurden demnach in Nordrhein-Westfalen (45 Windenergieanlagen (WEA)), Brandenburg (41 WEA) und Niedersachsen (32 WEA) in Betrieb genommen.“

Interessanterweise sind die Grünen nur in Brandenburg in der Regierung, in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen allerdings nicht. Weiterlesen bei enformer.

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Und noch ein Kapitel aus der Reihe, es wird kälter, weil es wärmer wird. In Sibirien erreichen die Temperaturen gerade negative Rekorde. Aus einem Bericht der Tagesschau:

„Meteorologen haben im Süden und Westen Sibiriens neue Kälterekorde gemessen: Im Dorf Teguldet nahe der Großstadt Tomsk sei das Thermometer am vergangenen Wochenende auf minus 49 Grad Celsius gesunken, sagte ein Wetterexperte der russischen Staatsagentur Tass. „Westsibirien hat die Meteorologen tief beeindruckt.“

Nach der Logik von Lobbyisten wie Simone Peter kann das nur der Einfluss der deutschen Windkraftanlagen gewesen sein. Jetzt müssen diese nur noch Sibirien auch im Sommer herunterkühlen. Denn wir haben ja gelernt, egal welche Wetter-Anomalie auf der Welt herrscht, deutsche Windkraftanlagen sind die Lösung.

Einen „Mojib-Latif-Moment“ erlebt gerade das Met Office im Vereinigten Königreich. Kaum wurde das bevorstehende Ende von Minusgraden und Schnee prognostiziert (allerdings erst ab 2040, vermutlich in der Hoffnung, dass sich dann eh niemand mehr daran erinnert), bekommt es Groß Britannien mit Eis und sehr viel Schnee zu tun. Die Aussichten bis Anfang des neuen Jahres sehen sogar noch mehr Schnee vor.

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Vegatech.de im September 2020:

Solardachpflicht – Hier könnten Photovoltaikanlagen bald zur Pflicht werden

Unter der Solarpflicht, oder auch solaren Baupflicht werden Regelungen von Städten oder Bundesländern verstanden bei denen Eigentümer von Neu- und Bestandsgebäuden zur Installation von Solaranlagen (Photovoltaik oder Solarthermie) verpflichtet werden. Wird ausschließlich die Installation von Photovoltaikanlagen vorgeschrieben, kann die Pflicht auch Photovoltaik-Pflicht genannt werden. 

Weiterlesen bei Vegatech.de

RTL zum selben Thema am 22.12.2020:

Wohnungswirtschaft attackiert Senat wegen Solardachpflicht

Bei seiner vorletzten Sitzung in diesem Jahr hat der Senat am Dienstag Details zur umstrittenen Solardachpflicht und zur Einbindung erneuerbarer Energien beim Heizungstausch beschlossen. Laut Hamburger Klimaschutzgesetz müssen auf Dächern von Neubauten ab 2023 Photovoltaik-Anlagen installiert und bereits ab Mitte kommenden Jahres beim Heizungstausch mindestens 15 Prozent des Wärmenergiebedarfs aus Erneuerbaren gedeckt werden. In der nun beschlossenen Rechtsverordnung zu dem vor einem Jahr verabschiedeten Gesetz werden nach Angaben der Umweltbehörde Umsetzungsdetails und Ausnahmeregelungen festgelegt.

Weiterlesen auf rtl.de

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Focus am 20.12.2020:

Teslas in der Zahnarztallee: Strom ist genug da – die wahren Probleme der E-Mobilität liegen woanders

Die EU will den Verbrennungsmotor aufs Altenteil schicken. Alle sollen künftig elektrisch fahren. Ein Energie-Experte erklärt, warum das wahrscheinlich nie passieren wird. Ein Gastbeitrag.

Zwei kürzlich veröffentlichte Meldungen sorgten für Diskussionen in der Onlinegemeinde. „Netzbetreiber wollen Laden stundenlang unterbrechen können“ schrieb heise online. Und der Bundesverband Solarwirtschaft wie auch das „Windkraft-Journal“ berichten von einer Stromerzeugungslücke in bereits zwei Jahren. Wird der Strom also knapp, runzeln die E-Mobilisten zu Recht die Stirn?

Weiterlesen im Focus

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Leserbrief von Michael Saier am 17.12.2020 in der FAZ:

Energiepolitische Realitätsverweigerung

Im Wirtschaftsteil der F.A.Z. berichten Sie, dass die Grünen-Chefin Annalena Baerbock gegenüber Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) wegen dessen Energiepolitik Vorwürfe erhebt („Das ist Realitätsverweigerung“, F.A.Z. vom 3. November). Das fordert mich zu einer Stellungnahme heraus: Realitätsverweigerung ist in Bezug auf die Energiefrage nicht nur beim Wirtschaftsminister, sondern in weiten Bereichen von Politik, Medien, Gesellschaft und auch Teilen der Wirtschaft gegeben. Zur Begründung seien vier naturgegebene Eigenschaften der Windkraft angeführt: Erstens geht die Windgeschwindigkeit in der dritten Potenz in die Leistungsdichte des Windes ein, was bei der Stromherstellung hohe Ausschläge nach oben wie nach unten zur Folge hat. Verdoppelung der Windgeschwindigkeit heißt achtfache Leistungsdichte, Halbierung ergibt nur noch ein Achtel.

Weiterlesen in der FAZ

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Schlimmer Vorfall in Portugal. Der Besitzer eines Geheges ließ ein Massaker an 540 Wildtieren zu. Offenbar musste er seine Herde verkleinern, weil auf einem Teil seines Grundstückes eine Solarfarm gebaut wurde. Hounds & People am 27.12.2020:

Massaker in Portugal: Jäger aus Spanien schlachten 540 Wildtiere ab

In Portugal wurden 540 Rehe, Hirsche und Wildschweine von 16 Jägern aus Spanien in dem Jagdgebiet Torrebela in der Nähe von Azambuja, ca. 40 km von der portugiesischen Hauptstadt Lissabon entfernt, abgeschlachtet. Die Wildtiere befanden sich in dem eingezäunten Areal und hatten keine Chance zu fliehen. Inzwischen wurden weitere Details hierzu bekannt.

[…]

Der Farmbesitzer hielt ca. tausend Wildtiere wie Rehe, Hirsche und Wildschweine. Nachdem die Farm für die Installation eines Photovoltaik-Panel-Parks um 200 Hektar verkleinert werden musste, hätte es keinen Platz für so viele Wildtiere mehr gegeben und der Farmbesitzer beschloss die Tiere zu töten.

Bei dem fraglichen Park würde es sich um ein Projekt handeln, bei dem mehr als 638 Photovoltaik-Paneelen auf einem Gelände aufgestellt werden sollen, auf dem mehr als 500 Tiere abgeschlachtet wurden.

Die portugiesische Partei PAN, für Tiere und die Natur, teilte mit, dass die Installation der Anlage eine mögliche Ursache für die Keulung gewesen sein könnte. Die Umweltverträglichkeitsstudie (UVP) von Photovoltaik-Paneelen würde sich aber noch bis zum 20. Januar 2021 in der öffentlichen Konsultationsphase befinden.

Ganzen Beitrag in Hounds & People lesen

Der Beitrag Portugal: Wildtier-Massaker wegen neuer Solarfarm? erschien zuerst auf Kalte Sonne.

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