Wird Deutschland versteppen? Die Deutschen legen ihr Land trocken.

Gleich vorweg die Antwort des Deutschen Wetterdienstes:

Es regnet nicht weniger und es gibt auch keine Zunahmen von Starkniederschlägen in Deutschland und auch nicht im Osten.

Als Beweis sollen dem Leser die Aufzeichnungen der Wetterstation Goldbach bei Bischofswerda in der Oberlausitz dienen. Und zwar √ľber die letzten 50 Jahre.

Grafik 1a: In der Trockengegend im Osten Deutschlands haben die Niederschl√§ge der vergangenen 50 Jahre sogar zugenommen, wobei die letzten 8 Jahre eine abnehmende Tendenz zeigen. Der Schnitt der letzten 8 Jahre ist aber immer noch deutlich √ľber dem Gesamtschnitt der letzten 50 Jahre. (866 l/m2 zu 796 l/m2)

Niederschläge seit 1881 auf ganz Deutschland bezogen:

In der folgenden Liste hat das Team um Jörg Kachelmann aus allen Jahren jeweils die trockensten Jahre und die nassesten Jahre seit Messbeginn 1881 herausgesucht. Dabei wurden die Jahre ab 1990 orange markiert.

Es finden sich seit 1881 nur drei Jahre unter den 20 trockensten Jahren und sogar sieben Jahre unter den 20 nassesten Jahren.

Es gab also seit 1990 mehr als doppelt so viele nasse Jahre als sehr trockene Jahre.¬†Fazit: Einen Trend zu D√ľrrejahren gibt es also absolut nicht.¬†Dabei muss man bedenken, alle Statistiken sagen keine Zukunft voraus, sondern stellen die Fakten der Vergangenheit bis heute dar.¬†Quelle.

Grafik 1b: Die nassen Jahre haben innerhalb der letzten 30 Jahre zugenommen. Es ist mehr Niederschlag gefallen.

Mehr D√ľrre, obwohl es mehr regnet.

Die Aussagen der Jäger, Förster, Bauern und Kleingärtner und zuletzt der Medien sind dennoch richtig, unsere Landschaft wird immer trockener, gerade im Osten Deutschlands.

Nur deren Begr√ľndungen mit dem Klimawandel sind grottenfalsch.

Kein Klimawandel, nicht der vermeintlich mangelnde Regen und schon gar nicht das Kohlendioxid.

Kohlendioxid trocknet nichts aus, sondern als feuchtigkeitsliebendes Molek√ľl zieht es sogar Wasser in der k√§lteren Atmosph√§re an und h√§lt es fest nach der Gleichung

CO2 + H2O ‚Üí H2CO3

Bei Ber√ľhrung des w√§rmeren Bodens zerf√§llt das H2CO3-Molek√ľl wieder in Wasser und Kohlendioxid.

Wasser feuchtet den Boden an und CO2 ist der unbedingt notwendige Bestandteil jeder Fotosynthese und damit jedweden Pflanzenwachstums.

Mehr CO2 in der Atmosph√§re f√ľhrt damit eher zu nasseren B√∂den und besserem Pflanzenwachstum.

Trotz alledem werden die Böden Deutschlands besonders im Sommer trockener.

Bild 2a: Anhaltende D√ľrre 2018 in Teilen Deutschlands ‚Äď das ist keine Auswirkung einer CO2-bedingten Klimaerw√§rmung. Foto: Stefan K√§mpfe

Oder dieses Bild vom 7. August 2020

Bild 2b: Die Aufnahme zeigt eine H√ľgelkuppe im Ostalbkreis in S√ľddeutschland, vor der Aufnahme hatte es drei Tage lang anhaltend 40% des gesamten Augustniederschlages geregnet, und trotzdem ist der Untergrund sehr trocken.

Antwort: Die Deutschen legen ihre Landschaft selbst trocken.

Zur R√∂merzeit war das Gebiet des heutigen Deutschlands ein gro√ües Sumpf- und Auengebiet, die Feuchtigkeit des Bodenk√∂rpers bis in gro√üe Tiefen betrug wohl weit √ľber 50%, und zwar im Schnitt. Alle T√§ler waren versumpft und nicht begehbar. Die Wanderwege f√ľhrten √ľber H√∂hen oder an den Talh√§ngen entlang. Seitdem haben die Deutschen den nassen bis in gro√üe Tiefen voll gesaugten Schwamm Boden immer mehr trockengelegt und das entzogene Wasser ist heute Bestandteil der Ozeane.

Vor allem in den letzten 60 Jahren hat diese Trockenlegung bedrohliche Ausmaße angenommen, deren negative Folgen sich bereits zeigen durch:

Austrocknung der Landschaft bei gleichzeitigem  Hochwasser und leichtem Meeresspiegelanstieg. 

Die Niederschläge in Deutschland sind in den letzten 120 Jahren gleich geblieben, wobei die letzten 30 Jahre etwas nässer waren, sagt der Deutsche Wetterdienst.

Und auch die Anzahl der Starkniederschläge hat nicht zugenommen, sagt der DWD. Die Anzahl der Gewitter hat eher abgenommen, sagt der DWD. Fazit: Es regnet also gleich viel mit leicht zunehmender Tendenz und so wie immer.

Trotzdem nimmt einerseits die Austrocknung der Landschaft zu und gleichzeitig auch die Hochwassergefahr bei starken Regenf√§llen. Wasser, das ehemals im Boden gebunden war, f√ľllt heute die Weltmeere.

Wenn auch Medienmeldungen wie immer √ľbertrieben sind, wird unsere Landschaft immer trockener, und zwar aufgrund menschlicher Eingriffe und gezielter Naturzerst√∂rungen.

Besonders die Bergkuppen trocknen bereits sichtbar aus und versteppen zusehends. Also eine Landschaftsversteppung von oben her bei gleichzeitigem Absinken des Grundwasserspiegels.

Damit ist neben Hochwasser bei Starkregen die zweite Gefahr f√ľr unser Land absehbar: Die Grundwasserspeicher werden nicht mehr aufgef√ľllt. Wasserknappheit f√ľr einzelne Regionen bei einer l√§ngeren Trockenperiode wird die absehbare Folge sein.

Einzelgr√ľnde  der Austrocknungen:

Im folgenden Verlauf sollen sechs vom Menschen verschuldete Gr√ľnde der Austrocknung beschrieben werden.

  1. Die moderne Agrarindustrie.

Bauern, die haben in den letzten 50/60 Jahren ihre Wiesen und √Ącker mit Sickerschl√§uchen und weitreichenden Drainagen trockengelegt. Hecken und B√§ume, ganze Streuobstwiesen wurden entfernt und Unebenheiten (Buckelwiesen) aus der letzten Eiszeit beseitigt. Insbesondere die Umstellung auf Monokulturen wie den Maisanbau f√ľr Biogasanlagen f√ľhren aufgrund des Pestizideinsatzes und des Kunstd√ľngereinsatzes zu einer nachhaltigen Zerst√∂rung der oberen wasserspeichernden Humusschicht. Es entstanden allm√§hlich ‚ÄěBetonackerb√∂den‚Äú, die kein Wasser mehr nach unten durchlassen. √Ącker und Wiesen sind neuzeitliche Industriehallen ohne Dach. Gewellte B√∂den mit Nassstellen und B√§umen gibt es in keiner industriellen Produktionsst√§tte, so das Selbstverst√§ndnis nicht weniger Landwirte. Die Folgen des selbst geschaffenen ‚ÄěBetonackers‚Äú sind fatal: Ein gro√ües Maisfeld an einem leicht geneigten Hang oberhalb eines Hauses bedeutet h√∂chste Hochwassergefahr f√ľr die Bewohner des Hauses bei einem Starkregen.

Bild 3: Die Bauern legten hauptsächlich in den letzten 50 Jahren die deutsche Landschaft trocken. Der Erfolg/Misserfolg der teuren Maßnahmen zeigt sich jetzt. Vor dem Aufnahmezeitpunkt hatte es drei Tage lang ausgiebig geregnet. Der durch den Maisanbau entstanden Betonackerboden kann keine Feuchtigkeit aufnehmen und speichern.
  1. Wald an den Talhängen und den Höhen:

Die Zeit der Pferdefuhrwerke und Pferde zum Holzr√ľcken sind l√§ngst vorbei. Man schl√§gt nicht mehr Holz, sondern man erntet mit Gro√ümaschinen, den Harvestern.

Bild 4: Die schweren Erntemaschinen brauchen feste Zufahrtswege mit drainiertem Untergrund und einen trockenen Waldboden, unz√§hlige Ablaufgr√§ben f√ľhren das Wasser aus dem Wald hinaus. Die Erntemaschinen verdichten zus√§tzlich den einst schwammigen, Wasser speichernden Waldboden.

√úber 30 000 Windr√§der auf den Hochfl√§chen und in den W√§ldern: Jedes Windrad erfordert wegen seiner H√∂he und seiner Hebelwirkungen eine hohe Standfestigkeit. Der Boden unter Windparks muss besonders trocken sein, weil sonst die Betonfundamente dem Winddruck und der Eigenresonanz der Anlage nicht standhalten w√ľrden.

Bild 5 Foto: Alexander Blecher, Das Gesamtfundament hat ein Gewicht von 4000 Tonnen.

Zudem erfordern die Windr√§der feste Zufahrtsstra√üen f√ľr die Gro√üfahrzeuge zur Anlieferung der Bauteile und der sp√§teren Wartung. Und durch die st√§ndige Sonneneinstrahlung auf die Fl√§chen gibt es weitere zus√§tzliche Austrocknung. Hohe B√§ume k√ľhlen, hohe Betonmasten erw√§rmen die Landschaft.

3) Auenlandschaften in den Tälern.

Bild 6, Vor 70 Jahren: Ein ausufernder Kocher im Gebiet Br√ľhl=Bruchwald, heute trockengelegt, begradigt und bebaut.

Aufgrund der st√§ndig ausufernden Bebauung, die sich in einstige Freifl√§chen hineinfrisst, sind ehemalige Feuchtgebiete und Feuchtwiesen trockengelegt worden. Die Fl√ľsse sind begradigt, oft ausbetoniert und die √úberschwemmungszonen=Versickerungszonen sind verschwunden. Als jahrzehntelanger Gemeinderat und guter Naturbeobachter vor Ort konnte ich miterleben, wie die Wiesen und Feuchtauen um unseren Ort zunehmend trocken fielen.

4) Die zunehmende Bebauung, insbesondere nach dem 2.ten Weltkrieg.

Die Vertreibung der Deutschen aus dem Osten und S√ľdosten Europas f√ľhrte zu einem Bev√∂lkerungsdruck im Restdeutschland, der nur durch eine rasche Bebauung aufgefangen werden konnte. Eine Bebauung, die heute noch anh√§lt, da der Wohlstand nach einer Vergr√∂√üerung und Versch√∂nerung verlangt. So fressen sich t√§glich neue Trockengebiete in die einst freie nassere Naturlandschaft.

Bild 7: Auf der zugebauten Fl√§che am Hang des Wettenberges (wet=nass) kann nichts mehr versickern. Das auf dem Bild √ľppige Gr√ľn um die H√§user verkommt in den Sommermonaten zum gelben Trockenrasen. Bei Starkregen wird die landwirtschaftliche Fl√§che unterhalb kurzzeitig √ľberschwemmt, bei sch√∂nem Wetter hingegen schneller austrocknen. Die Erw√§rmung des gesamten Gebietes ist eine weitere Folgeerscheinung. Stra√üen und Hausd√§cher werden in den Sommermonaten bis 60¬įC hei√ü und speichern die W√§rme bis in die Nachtstunden hinein.

Kuriose Siedlungs-Namen: In Wohngebieten wie Wasserstall gibt es kein stehendes Wasser mehr, im Baugebiet Teich keine Teiche und im Br√ľhl stehen alle H√§user im Trockenen, kein versumpfter Bruchwald weit und breit. Der letzte Restsumpf wurde in meinem Heimatort vor 35 Jahren trockengelegt, als ein Sch√§fer festsa√ü. Wir haben in Deutschland fast keine Auen mehr, in welchen Wasser versickern darf. Regenwasser wird nicht in √úberflutungswiesen zur√ľckgehalten, sondern m√∂glichst schnell abgeleitet. Die menschengemachten, einst gut gemeinten, in der Wirkung aber gro√üfl√§chige Naturzerst√∂rungen nach dem Kriege brachten zunehmend die Trockenheit in die deutsche Landschaft. Nahezu jede weitere Bauma√ünahme macht t√§glich den Boden trockener. Wir stehen erst am Anfang des Problems ‚ÄěVersteppung der Landschaft‚Äú in Deutschland. Mit CO2 und Klimawandel hat das nichts zu tun. Man braucht nur 5 bis 10 H√§user mit einer Zufahrtsstra√üe in eine Nasswiese stellen und 10 Jahre sp√§ter ist der Fremde erstaunt √ľber die Bezeichnungen der Siedlungen wie Wasserfurche, Fuchsloch, Lachwiese, Horlach, Weiherwiese. Kocheraue, im Kies. Unsere Ortsmitte ziert ein Stra√üenschild ‚ÄěIn der Pfitze‚Äú, vor 70 Jahren gab es Pf√ľtzen noch reichlich in derselbigen, im Fr√ľhjahr sogar mit Froschlaich in den Wasserl√∂chern.

5) Bund, Land und Gemeinden: Der Straßenbau

T√§glich werden in Deutschland etwa 100 Hektar freie Naturfl√§che √ľberbaut, zum einen innerhalb bereits bestehender Ortschaftsbebauung durch Erweiterungen und Anbauten, aber auch ganz erheblich durch neue Siedlungen und den Stra√üenbau in der einst freien Naturlandschaft. Nicht nur breitere Autobahnen und Bundesstra√üen, sondern vor allem auch die Kreis- und Ortsverbindungsstr√§√üchen, sowie die Asphaltierung der einstmals erdgebundenen Feldwege, die alle auch eine Wassersammlung und Wasserableitung ben√∂tigen. Auch tr√§gt eine Stra√üe ganz erheblich zur Landschaftserw√§rmung bei, im Hochsommer wird der dunkle Belag 50 bis 60¬įC warm und nachts wird die tags√ľber gespeicherte W√§rme in die Landschaft abgegeben. Die Stra√üen sind W√§rmeb√§nder in einer einst k√ľhleren lebendigen Natur-Landschaft. Wer die Landschaft trockenlegt und wer die Landschaft erw√§rmt, braucht sich nicht zu wundern, dass sie nach einigen Jahren auch trockener und w√§rmer ist.

6) Sinkender Grundwasserspiegel und zuk√ľnftige Wasserverknappung.

Aus den geschilderten Gr√ľnden sickert immer weniger Regenwasser in gr√∂√üere Tiefen, in welchen das Grundwasser gespeichert ist. Daf√ľr steigt der Meeresspiegel. Aber damit nicht genug. Wir holen unser Trinkwasser aus den Tiefenquellen und legen so auch noch den gesamten Bodenk√∂rper unter uns trocken. Alle Getr√§nke werben auf dem Etikett mit ihrer nat√ľrlichen sauberen Tiefenquelle. Aus Tiefenquellen werden Freib√§der und Berieselungsanlagen f√ľr drainierte Sportpl√§tze und Parkanlagen gespeist. Jede Klosp√ľlung sind 6 bis 10 Liter bestes Grundwasser, das dem Boden entzogen wurde und dann die Weltmeere weiter auff√ľllt.

Eine kleine Überschlagsrechnung soll das Problem verdeutlichen. Nehmen wir an, dass in den letzten 10 Jahren jedem Kubikmeter Boden 10 Liter Wasser auf 50 m Tiefe in Deutschland entzogen und ins Meer geleitet wurde. Meeresspiegelanstieg? Antwort: Auf einer Meeresfläche=Deutschland von 357 386 km2 ein Anstieg von 5 Zentimeter.

Fazit: In den n√§chsten 30 Jahren wird sich Deutschland trotz gleichbleibender bzw. leicht vermehrter Niederschl√§ge gr√∂√ütenteils in eine Steppe verwandeln, wenn nicht sofort durch die Politik gegengesteuert wird. Die Versteppung zeigt sich trotz gleichbleibenden Niederschl√§gen bereits jetzt bei den H√ľgeln und Kuppen, den kleinen Anh√∂hen in der Landschaft.

Wir wollen weder die Versteppung Deutschlands noch eine Wasserrationierung in den Sommermonaten.

Lösungsvorschläge: So könnten interessante Ansätze und Lösungen aussehen

Prinzip: Regenwasser muss am Entstehungsort zur√ľckgehalten werden.

1. Entfernen der Drainagen und der Sickerschl√§uche aus den √Ąckern und Wiesen, dadurch nimmt der Reiz der Landschaft nebst Artenreichtum zu, da in den teilweise noch vorhandenen Senken wieder Feuchtzonen entstehen d√ľrfen.

2. Das Wasser wird auf den landwirtschaftlichen Fl√§chen in T√ľmpeln, Erdvertiefungen und Versickerungsl√∂chern zur√ľckgehalten. Versickerung ist notwendig, um die Grundwasservorr√§te aufzuf√ľllen, aber auch die Verdunstung tr√§gt zur Landschaftsabk√ľhlung bei Hochsommerwetter positiv bei. Regenr√ľckhaltung ist das Gegenteil von schnellem Ableiten, das in den letzten 60 Jahren praktiziert wurde.

Bild 8. Der letzte verbliebene T√ľmpel auf einer Hochfl√§che (hinter dem Hund). Im Mittelalter war die Fl√§che √ľbers√§t mit T√ľmpeln. Die schw√§bische Bezeichnung woagarai, falsch √ľbersetzt mit Wagenrain dr√ľckt dies aus. Woaga , gesprochen wie schwoab, hei√üt T√ľmpel, im Fr√§nkischen wooga. Am 18.08.2020 waren bereits 76% der Augustniederschl√§ge gefallen.

3. St√§dte: 15% der Deutschlandfl√§che sind √ľberbaut und trockengelegt. Eine Stadt bildet das negative Zentrum. In der Stadt ist es im Sommer bis zu 10¬įC hei√üer als im Umland. Abhilfe: Niederschl√§ge sollten aufgefangen und zwischengespeichert werden f√ľr die hei√üen Tage. Wo m√∂glich, sollten unterirdische Versickerungsfl√§chen geschaffen werden.

4. Neue Baugebiete: a) Das Oberfl√§chenwasser der √∂ffentlichen Fl√§chen muss an der tiefsten Stelle ein erdgebundenes Versickerungsloch erhalten oder eine Versickerungsfl√§che als Ersatz der einstigen Dorfteiche, H√ľlben und Auwiesen. b) Privat: Die H√§user m√ľssen das Dachregenwasser in einem unterirdischen Regenwasserbecken von ca. 2 Kubikmetern zur√ľckhalten, mindestens eine Seite darf nicht betoniert sein, damit das Wasser zwecks Grundwasserbildung versickern kann. Nur der √úberlauf darf in die Kanalisation gelangen.

5. Zunehmend m√ľssen B√§che und Fl√ľsse wieder r√ľckgebaut werden, nat√ľrliche zus√§tzliche Wasserarme, die bei Hochwasser gef√ľllt und einerseits als Hochwasserschutz dienen, aber auch als Versickerungsfl√§chen zur Verf√ľgung stehen. Dadurch wird sich die Vielfalt der Kulturlandschaft erh√∂hen.

6.Flächenversiegelung in den Orten. Viele Parkplätze lassen sich mit Rasengittersteinen auch ökologisch aufwerten oder gleich in der Schotterwiese parken. Selbst der Parkplatzrundweg auf dem Bild ist nicht asphaltiert.

Bild 9. Parkplatz am Ortsrand derselben Gemeinde. Falsch und richtig

Genauere Erläuterung des ersten Lösungsvorschlages anhand des Bildes 3

Bild 10: Aufnahme vom 7. 8. 2020. Zuvor hatte es drei Tage geregnet, etwa 40% des Augustniederschlages.

Auf dem Bild ist von dem √ľberdurchschnittlichen Niederschlag nichts erkennbar:¬† Es handelt sich um eine ausger√§umte industrielle bewirtschaftete Agrarlandschaft zwischen der H√ľttlinger Gemarkungsgrenze und der Gemeinde Neuler. Das Gel√§nde ist eingeebnet und damit der leichteren Maschinenbearbeitung angepasst.¬†Von beiden Seiten her leicht fallend zu einem Wasserauffang-graben in der Bildlmitte, der in Richtung Westen ‚Äď links ‚Äď abgeleitet wird ins Schlierbachtal bei Niederalfingen. Dieser Entw√§sserungsgraben ist im Verlauf an den drei B√§umen der Bildmitte erkennbar. Im Grunde braucht man nur einen Zustand √§hnlich wie vor 150 Jahren herstellen, viele Kleinma√ünahmen, die einen Niederschlag m√∂glichst lange auf dieser Hochfl√§che halten. Das k√§me auch der Landwirtschaft zugute.
M√∂gliche Kleinma√ünahmen: Entfernung der Sickerschl√§uche und Drainagen aus den B√∂den, zu 70% Zusch√ľtten von 2 Ableitungsgr√§ben von Neuler her in die Bildmitte zum Sammelgraben. Auch der Sammelgraben sollte zu 70% zugesch√ľttet werden. d.h. 70% der Gr√§ben bleiben als Grabenreste erhalten, dort sammelt sich bei Regen das Wasser in kleinen T√ľmpeln und kann versickern zur Grundwasserneubildung. Die erzeugten T√ľmpel erhalten verlangsamt ihren Wassernachschub aus den Wiesen und √Ąckern ‚Äď Drainagen sind weg. Dadurch wertet man auch den Naturcharakter der Landschaft auf. Die wie an einer Schnur aufgereihten T√ľmpel werden im Sommer sicher austrocknen, bilden aber trotzdem auch im Sommer eine Feuchtzone f√ľr gef√§hrdete Lebewesen. Die T√ľmpel werden sich bewachsen, N√§sse liebende Str√§ucher und B√§ume werden sich ansiedeln wie in alter Zeit.
Weiter: die ebene Agrarfl√§che erinnert an eine Industriehalle ohne Dach. In die √Ącker und Wiesen m√ľssen wieder quer zur Neigungsfl√§che Rillen bzw. Erhebungen eingezogen werden, damit sich der oberfl√§chlich abflie√üende Niederschlag davor staut und ins Erdreich versickern kann. Links oder rechts eines Ackerstreifens k√∂nnen Vertiefungen als Wassersammelstellen zur Versickerung eingebracht werden. So erreichen wir eine Bodendurchn√§ssung bis wenigstens 50 cm Tiefe. H√§tte man am 7. August am Fotostandort ein Spatenloch gegraben, dann w√§ren die oberen 5 cm trocken, weitere 20 cm feucht und darunter alles trocken gewesen. Drei oder vier Tage sp√§ter h√§tte auch die schmale Feuchtzone im Erdreich gefehlt, weil sich die Pflanzen dort mit Wasser versorgt haben. Pflanzen, deren Wurzeln gar nicht √ľber 5 cm herab reichen wie manche Gr√§ser, bleiben gelbbr√§unlich.
Bodenerosion bei Starkregen: Die Landschaft hat im Bereich der Mais√§cker keinen Humus mehr, der wurde zerst√∂rt durch die Pestizide, Kunstd√ľnger und die schnell abflie√üenden Niederschl√§ge. In dem Weiler Niederalfingen am Unterlauf des Schlierbaches muss die Gemeinde wiederkehrend das Bachbett ausbaggern, um die Hochwassergefahr innerorts zu verringern. Leider darf dieser Aushub dann nicht mehr auf die Felder zur√ľckgebracht werden wegen angeblich zu vieler Schwermetalle und Pestizide.
Vor 150 Jahren war die Fl√§che eine gewellte unebene Landschaft mit Feucht- und Trockenzonen, die je nach Biodiversit√§t mit √Ąckern und Wiesen bewirtschaftet wurden ‚Äď K√ľhe, G√§nse, Ziegen. Neben den vielen T√ľmpeln mit Nassbewuchs breiteten sich vor allem Eichen und Birken auf den Fl√§chen aus. Im Jahre 2007 sind die letzten Birken beim Standort des Fotografen wegen Trockenheit abgestorben. Eine Eiche steht noch, ist aber stark vom Eichenprozessionsspinner befallen und wird auch nicht √ľberleben. Die Eichenprozessionsspinnerschw√§rmer sind eine begehrte Nahrung f√ľr Flederm√§use. In der Landschaft fliegen aber keine Flederm√§use. Es fehlen u.a. die alten B√§ume.
Im Grunde m√ľssten sich die Bauern bzw. der Bauernverband √ľberlegen wie er das Wasser wieder in der Landschaft halten will. √Ąrgerlich ist die jetzige Strategie der Bauern, welche den schon immer w√§hrenden Klimawandel bejammern, gezielt Falschinformationen (weniger Niederschl√§ge) in die Bev√∂lkerung streuen und von den Politikern Abhilfe verlangen. Wer die Landschaft und Natur trockenlegt, braucht sich nicht zu wundern, dass sie anschlie√üend auch trocken ist.
Aber: Wir m√ľssen den Bauern helfen und sie mit Ideen zur Selbsthilfe f√ľttern.

https://www.eike-klima-energie.eu/

Author: uwe.roland.gross

Don`t worry there is no significant man- made global warming. The global warming scare is not driven by science but driven by politics. Al Gore and the UN are dead wrong on climate fears. The IPCC process is a perversion of science.